Anzeige

Anzeige

Sexuelle Funktionsstörungen der Frau

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (01. September 2016)

© iStock

Sexuelle Funktionsstörungen der Frau können in verschiedenen Bereichen sexueller Aktivität auftreten. Sie können sich zum Beispiel durch sexuelle Unlust (früher auch "Frigidität" genannt), mangelnde Erregung, Schwierigkeiten beim Orgasmus und sexuell bedingte Schmerzen äußern.

Zumindest vorübergehend treten sexuelle Funktionsstörungen bei sehr vielen Frauen auf – wie viele es genau sind, ist nicht bekannt.

Nicht selten haben sexuelle Funktionsstörungen der Frau seelische Ursachen. Solche sogenannten funktionellen Sexualstörungen können zum Beispiel Symptom einer Depression sein. Auch die Angst vor einer Schwangerschaft oder einer Geschlechtskrankheit kann zu sexuellen Problemen führen. Viele Frauen verspüren zudem einen starken Leistungsdruck und Ängste in Bezug auf die eigene Sexualität.

Um seelisch bedingte sexuelle Funktionsstörungen der Frau zu behandeln, können verschiedene Methoden zum Einsatz kommen, wie:

  • Sexualberatung
  • Sexualtherapie
  • Psychotherapie
  • Medikamente

Häufig sind sexuelle Funktionsstörungen auch Folge oder Auslöser von Partnerschaftsproblemen. Daher ist es ratsam, den Partner der Frau in die Therapie mit einzubeziehen: Der Therapeut erklärt dem Paar unter anderem, wie es zu solchen Störungen kommt. Außerdem versucht er, mögliche Ängste und den Leistungsdruck zu nehmen. Im Vordergrund der Therapie steht dabei, dem Paar wieder ein lustvolles Sexualleben zu ermöglichen.

Sexuelle Funktionsstörungen der Frau können aber ebenso körperliche Ursachen haben: Eine solche sogenannte sexuelle Dysfunktion kann beispielsweise entstehen durch Entzündungen der inneren oder äußeren Geschlechtsorgane (z.B. Eierstockentzündung, Vaginitis), Vernarbungen oder durch Scheidentrockenheit während und nach den Wechseljahren (Klimakterium), die zu Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunie) führen. Wenn es gelingt, diese Probleme erfolgreich zu behandeln, verschwinden in der Regel auch die Schmerzen und damit die sexuelle Funktionsstörung.

Es lohnt sich also, bei sexuellen Funktionsstörungen Hilfe zu suchen. Ein vertrauensvolles Verhältnis zum behandelnden Frauenarzt kann dabei helfen, die Hemmschwelle zu senken und das Thema offen und angstfrei anzusprechen. Bei einer hohen seelischen Belastung kann auch das Gespräch mit einem Psychologen oder Psychotherapeuten sinnvoll sein. Dass sexuelle Funktionsstörungen dauerhaft bestehen bleiben, kommt sehr selten vor – und meist nur bei bestimmten Auslösern, etwa bei einem schweren seelischen Trauma oder nicht ausreichend behandelbaren körperlichen Ursachen.

Grundsätzlich gilt: Sexuelle Unlust ist nicht automatisch krankhaft oder Anzeichen für eine gestörte Paarbeziehung. Wenn Sie unsicher sind oder wenn Sie durch sexuelle Funktionsstörungen emotional belastet sind, empfiehlt sich jedoch das Gespräch mit Ihrem behandelnden Haus- oder Frauenarzt. Er kann den Ursachen auf den Grund gehen und Ihnen gegebenenfalls Ansprechpartner für eine Sexualberatung nennen.

Wie steht es um Ihre Gesundheit?



Apotheken-Notdienst

Anzeige