Sexuelle Funktionsstörungen der Frau: Symptome

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (30. September 2016)

Sexuelle Funktionsstörungen der Frau können sich durch verschiedene Symptome äußern – je nachdem, in welcher Phase der sexuellen Aktivität sie auftreten:

Störungen des sexuellen Verlangens (sog. Appetenz) sind durch eine häufige oder ständige Lustlosigkeit der Frau gekennzeichnet: Die Frau hat kaum bis keine sexuellen Fantasien oder Bedürfnisse und fühlt sich durch sexuelle Annäherungsversuche des Partners belästigt. Einige Frauen verspüren auch Versagensängste, andere regelrecht Widerwillen, Ekel und so weiter und lehnen eine sexuelle Beziehung ab. Es entwickelt sich ein Vermeidungsverhalten.

In der sogenannten Erregungsphase kann es zu Störungen der sexuellen Erregung kommen. Dann ist die genitale Reaktion zu schwach oder bleibt aus. Das heißt: Trotz sexueller Reize bildet sich nur wenig oder keine Scheidenflüssigkeit. Typische Symptome für diese sexuelle Funktionsstörung sind Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und sexuelle Unlust der Frau.

Auch in der sogenannten Plateauphase kann es zu Störungen mit sexuell bedingten Schmerzen kommen. Mögliche Symptome sind ein Stechen, Brennen oder Jucken im Genitalbereich. Dabei unterscheiden Ärzte zwei sexuelle Funktionsstörungen:

  • Dyspareunie: Trotz normaler Erregung treten vor, bei oder nach dem Geschlechtsverkehr wiederholt anhaltende genitale Schmerzen auf.
  • Vaginismus (Scheidenkrampf): Die Scheidenmuskulatur verkrampft unwillkürlich, sodass Geschlechtsverkehr unmöglich oder schmerzhaft ist.

Auch in der sogenannten Orgasmusphase können sich sexuelle Funktionsstörungen bemerkbar machen: Solche Orgasmusstörungen können den Ablauf oder das subjektive Erleben des Orgasmus betreffen. Manche Betroffenen erreichen trotz sexueller Erregung nie oder selten einen Orgasmus. In anderen Fällen läuft ein physiologischer Orgasmus ab, ohne dass die Frauen ihn als solchen mit entsprechendem Lustgefühl erleben.


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