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Sexualstörungen der Frau, Frigidität

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (16. März 2015)

Sexualstörungen der Frau – wozu auch die sexuelle Unlust (früher: "Frigidität") zählt – können in verschiedenen Bereichen sexueller Aktivität auftreten. Sexualstörungen können sich zum Beispiel durch verändertes sexuelles Verlangen, mangelnde Erregung, Schwierigkeiten beim Orgasmus und sexuell bedingte Schmerzen äußern.

Zumindest vorübergehend treten Sexualstörungen bei sehr vielen Frauen auf – wie viele es genau sind, ist nicht bekannt.

Sexualstörungen können psychische und organische Ursachen haben. So können sie zum Beispiel Symptom einer Depression sein oder durch Scheidentrockenheit während und nach den Wechseljahren (Klimakterium) ausgelöst werden. Auch die Angst vor einer Schwangerschaft oder einer Geschlechtskrankheit kann zu sexuellen Problemen führen. Viele Frauen verspüren zudem einen starken Leistungsdruck und Ängste in Bezug auf die eigene Sexualität.

Berichtet eine Frau ihrem Arzt von Problemen im Sexualleben, wird er zunächst nach den Ursachen suchen. Häufig treten im Rahmen einer Sexualstörung auch Partnerschaftsprobleme auf. Daher wird der Partner meist in die Therapie mit einbezogen: Der Therapeut erklärt dem Paar unter anderem, wie zu Sexualstörungen entstehen. Außerdem versucht er, der betroffenen Frau mögliche Ängste und den Leistungsdruck zu nehmen. Im Vordergrund der Therapie steht dabei, dem Paar wieder ein lustvolles Sexualleben zu ermöglichen. Bei Sexualstörungen kommen verschiedene Therapie-Methoden zum Einsatz, so etwa:

  • Sexualberatung
  • Sexualtherapie
  • Psychotherapie
  • Medikamente

Sexualstörungen können nicht nur psychische, sondern auch körperliche Ursachen haben. So können Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunie) beispielsweise durch Entzündungen der inneren oder äußeren Geschlechtsorgane (z.B. Eierstockentzündung, Vaginitis) oder Vernarbungen hervorgerufen werden. Werden diese Probleme behandelt, verschwinden in der Regel auch die Schmerzen und damit die Sexualstörungen.

Wer unter Sexualstörungen leidet, sollte sich Hilfe suchen. Ein vertrauensvolles Verhältnis zum behandelnden Frauenarzt kann dabei helfen, die Hemmschwelle zu senken und das Thema Sexualstörung offen und angstfrei anzusprechen. Bei einer hohen psychischen Belastung kann auch das Gespräch mit einem Psychologen oder Psychotherapeuten sinnvoll sein. Ein chronischer Verlauf ist selten und kommt meist nur bei bestimmten Auslösern vor – etwa bei einem schweren seelischen Trauma oder nicht ausreichend behandelbaren körperlichen Ursachen.

Grundsätzlich gilt: Sexuelle Unlust ist nicht automatisch krankhaft oder Anzeichen einer gestörten Paarbeziehung. Wenn Sie unsicher sind oder wenn Sie die Sexualstörungen emotional belasten, empfiehlt sich jedoch das Gespräch mit Ihrem behandelnden Haus- oder Frauenarzt. Er kann mögliche Ursachen herausfinden oder Ihnen Ansprechpartner für eine Sexualberatung nennen.


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