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Sexualstörungen der Frau, Frigidität

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (28. März 2014)

Sexualstörungen der Frau – früher häufig auch (meist abwertend) als "Frigidität" bezeichnet – können in verschiedenen Bereichen sexueller Aktivität auftreten. Die Sexualstörungen können sich zum Beispiel durch verändertes sexuelles Verlangen, mangelnde Erregung, Schwierigkeiten beim Orgasmus und sexuell bedingte Schmerzen äußern.

Zumindest vorübergehend treten Sexualstörungen bei einer großen Anzahl von Frauen auf. Genaue Zahlen zur Häufigkeit gibt es aber nicht.

Sexualstörungen können psychische und organische Ursachen haben, zum Beispiel Depressionen oder Scheidentrockenheit nach der letzten Regelblutung (Menopause). Auch die Angst vor einer Schwangerschaft oder einer Geschlechtskrankheit kann zu sexuellen Problemen führen.

Berichtet eine Frau ihrem Arzt von Problemen im Sexualleben, versucht er herauszufinden, was diese hervorruft. Viele Frauen verspüren einen starken Leistungsdruck und Ängste in Bezug auf die eigene Sexualität.

Da – als Ursache oder infolge der sexuellen Störungen – oft Partnerschaftsprobleme auftreten, wird der Partner in die Therapie der Sexualstörung mit einbezogen: Das Paar erhält unter anderem Informationen darüber, wie es zu Sexualstörungen kommen kann. Außerdem versucht der Therapeut, der betroffenen Frau mögliche Ängste und den Leistungsdruck zu nehmen. Im Vordergrund steht dabei, dem Paar wieder ein lustvolles Sexualleben zu ermöglichen. Dazu eignen sich bei Sexualstörungen verschiedene Therapie-Methoden wie

  • Sexualberatung
  • Sexualtherapie
  • Psychotherapie

Manche Sexualstörungen können organische Ursachen haben. Etwa bei Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunie) sind Entzündungen der inneren oder äußeren Geschlechtsorgane (z.B. Eierstockentzündung, Vaginitis) oder Vernarbungen mögliche Ursachen. Werden diese Probleme behandelt, verschwinden in der Regel auch die Schmerzen und damit die Sexualstörungen.

Bei Sexualstörungen ist es wichtig, dass die betroffene Frau Hilfe sucht. Mit einer angemessenen Behandlung kann sie ihr Sexualleben oft wieder genießen. Ein chronischer Verlauf ist selten und kommt meist nur bei bestimmten Auslösern wie einem schweren seelischen Trauma oder nicht ausreichend behandelbaren körperlichen Ursachen vor.






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