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Sexualstörungen der Frau, Frigidität

Sexualstörungen der Frau, Frigidität: Therapie

Stand: 18. November 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei Sexualstörungen der Frau richtet sich die Therapie vor allem nach den Ursachen der Störung. Als mögliche Therapieformen kommen eine Sexualberatung, eine Sexualtherapie oder eine Psychotherapie (als Einzel- oder Paartherapie) infrage.

Die Sexualberatung hat zum Ziel, wichtige Informationen über den Geschlechtsverkehr zu vermitteln, sprachliche Hemmungen abzubauen und mögliche Fehlvorstellungen zu korrigieren. Bei der Sexualberatung werden konkrete Ratschläge und Empfehlungen angeboten. Sie kann als Einzel- oder Paargespräch stattfinden.

In der Sexualtherapie sollen sexuelle Konflikte geklärt, Vermeidungsverhalten und Sexualängste abgebaut werden. Darüber hinaus soll die Wahrnehmung von sexuellen Körperreaktionen verbessert werden und verankerte sexuelle Verhaltens- und Einstellungsmuster durchbrochen und verändert werden. Die Sexualtherapie erfolgt in Paargesprächen.

Wenn neben den sexuellen Funktionsstörungen noch weitere Konflikte oder psychosomatische Symptome auftreten, kann eine Psychotherapie der Behandlung von Sexualstörungen dienen.

Bei Sexualstörungen beziehungsweise sexuellen Funktionsstörungen (Dysfunktionen) der Frau findet die Therapie im besten Fall in Zusammenarbeit mit beiden Partnern statt. Grundlage hierfür ist die Bereitschaft beider Partner, die Beziehung trotz bestehender Probleme fortzuführen und gemeinsam an den Schwierigkeiten zu arbeiten.

Wichtig ist, dass die Betroffenen lernen über Sex zu sprechen und ihre eigenen Vorstellungen und Wünsche zu formulieren. Dabei können auch mögliche übersteigerte Erwartungen aufgedeckt und bearbeitet werden.

Liegen Schmerzen beim Geschlechtsverkehr als Form der Sexualstörungen bei der Frau organische Ursachen zugrunde, ist es das Ziel der Therapie, diese zu beheben. So können zum Beispiel betroffene Frauen nach der Menopause (letzten Regelblutung) Hormone einnehmen, welche die Produktion von Scheidenflüssigkeit steigern.

Ist die Sexualstörung aufgrund traumatischer Erfahrungen entstanden, sollten diese Erlebnisse zunächst in einer Therapie ohne den Partner (Einzeltherapie) behandelt werden.

Weiterlesen: Sexualstörungen der Frau, Frigidität: Verlauf

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