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Seborrhoisches Ekzem (seborrhoische Dermatitis)

Stand: 31. August 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Der Begriff seborrhoisches Ekzem oder seborrhoische Dermatitis bezeichnet eine fettig-schuppige Hautentzündung, die vor allem am behaarten Kopf, im Gesicht sowie am Rumpf auftritt. Die vom seborrhoischen Ekzem betroffenen Hautstellen sind gerötet und mit gelblichen, fettigen Schuppen belegt. Juckreiz besteht nur in seltenen Fällen.

Das seborrhoische Ekzem befällt insbesondere Hautbereiche, in denen viele Talgdrüsen vorkommen. Eine übermäßige Talgdrüsenabsonderung führt zur Entwicklung des typischen starken Fettfilms auf der Haut.

In manchen Fällen sind die Symptome des seborrhoischen Ekzems nicht ganz eindeutig, da andere Ekzemformen (z.B. allergisches oder atopisches Ekzem) oder die Schuppenflechte (Psoriasis) ein ähnliches Hautbild hervorrufen können. Ein Allergietest und eine mikroskopische Untersuchung der Hautschuppen können die Diagnose allerdings sichern.

Die seborrhoische Dermatitis befällt häufig Säuglinge in den ersten Lebensmonaten sowie junge Männer. Ein seborrhoisches Ekzem entsteht vermutlich durch verschiedene Ursachen. Möglicherweise spielen folgende Faktoren eine Rolle: Geschwächtes Abwehrsystem, klimatische Bedingungen, Hormonschwankungen und eine genetische Veranlagung. Daneben vermuten Experten, dass eine Pilzinfektion zu den auslösenden Ursachen zählt. Daher wird das seborrhoische Ekzem mit Antipilzmitteln (Antimykotika) in Shampoo- oder Cremeform behandelt. Bei schweren Verläufen des seborrhoischen Ekzems kann ein vorübergehender Einsatz von kortisonähnlichen Präparaten sinnvoll sein.

Während ein seborrhoisches Ekzem beim Säugling in der Regel nach ein paar Wochen spontan abheilt, zeigt es beim Erwachsenen eine ausgeprägte Rückfallneigung.

Einem seborrhoischen Ekzem kann man nicht generell vorbeugen. Wenn Sie aber zu fettiger Haut und starkem Schwitzen neigen, sollten Sie Ihre Haut regelmäßig reinigen und pflegen. Meist reichen hautneutrale Waschsubstanzen oder nur Wasser. Auch Aufenthalte in der Sonne und an der frischen Luft, insbesondere am Meer und im Gebirge, wirken sich günstig auf ein seborrhoisches Ekzem aus. Dabei sollten Sie jedoch keinesfalls die Gefahren der UV-Strahlung außer Acht lassen, sondern immer für ausreichenden Sonnenschutz sorgen.

Weiterlesen: Seborrhoisches Ekzem (seborrhoische Dermatitis) : Definition

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