Scrapie (Traberkrankheit): Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (02. März 2016)

Eine sichere Diagnose kann der Amtstierarzt bei Scrapie (Traberkrankheit) in der Regel erst nach dem Tod des Tieres stellen. Dazu untersucht er dessen Gehirn. Bei Scrapie ist im Nervengewebe eine Vielzahl von Löchern zu sehen, die dem Gehirn eine schwammartige Struktur geben.

Der Nachweis der veränderten Prionen (PrPSc) ist nicht nur aus dem Hirnmaterial, sondern auch aus lymphatischen Organen wie den Rachenmandeln möglich. Dadurch lässt sich die Traberkrankheit im Prinzip auch am lebendigen Tier nachweisen. Der Arzt braucht für die Scrapie-Diagnose nur eine kleine Gewebeprobe (Biopsie). Allerdings bedeutet eine befundfreie Probe eines lymphatischen Organs nicht zwingend, dass das untersuchte Tier tatsächlich gesund ist. Da diese Untersuchungsmethode nicht international anerkannt ist, wird sie eher selten angewandt.


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