Sie befinden sich hier:

Startseite > Krankheiten > Schwindel (Vertigo) > Diagnose

Schwindel (Vertigo)

Schwindel (Vertigo): Diagnose

Stand: 17. Dezember 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei einem bestehenden Schwindel (Vertigo) erfolgen zur Diagnose verschiedene Tests zur Funktion des Gleichgewichtsorgans. Daneben prüft der Arzt auch die Hörfähigkeit der Betroffenen, da Hör- und Gleichgewichtsorgan den gleichen Nervenstrang nutzen, um Informationen weiterzuleiten.

Darüber hinaus ist es bei Schwindel wichtig, festzustellen, um welche Form von Schwindel es sich handelt – vor allem im Hinblick auf die nachfolgende Therapie. Hierzu ist es erforderlich, die vorliegenden Symptome in allen Einzelheiten zu erfassen und zur Diagnose den vier charakteristischen Formen von Schwindel zuzuordnen:

  • Attackendrehschwindel (akuter Drehschwindel, z.B. bei Morbus Menière)
  • anhaltender Drehschwindel
  • Kopflage- oder Lagerungsschwindel
  • Benommenheits- oder Schwankschwindel

Attackendrehschwindel

Ein Schwindel (Vertigo) lässt sich bei der Diagnose dem sogenannten Attackendrehschwindel zuordnen, wenn er unvermittelt und heftig einsetzt und nur Sekunden oder wenige Minuten andauert. Die Betroffenen verspüren dabei ein heftiges Drehgefühl mit Fallneigung und manchmal auch Übelkeit.

Eine mögliche Ursache für diese Form von Schwindel ist der eher seltene Morbus Menière, der meist zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr auftritt. Zu seiner Diagnose ist eine gründliche Befragung der Betroffenen wichtig: Meist äußert sich die Erkrankung in einem akuten Drehschwindel mit begleitender Fallneigung, Blässe, Schweißbildung, Übelkeit, Erbrechen und Augenbewegungen (Nystagmus). Darüber hinaus entsteht neben dem Schwindel typischerweise ein Druckgefühl auf einem Ohr, verbunden mit einer verminderten Hörfähigkeit und Tinnitus (Ohrgeräusche). Morbus Menière entsteht dadurch, dass die Lymphflüssigkeit des Innenohrs (Endolymphe) das Innenohr (Labyrinth) verschließt. Infolge des anhaltenden Lymphstaus zerreißen die Trennhäute zwischen den verschiedenen Räumen des Innenohrs. Dies geschieht regelmäßig und verursacht den Schwindel. Im Laufe der Erkrankung kann es ohne bestimmten Grund zu plötzlichen Stürzen kommen. Auslöser dieser Stürze sind die Druckschwankungen, die die Lymphflüssigkeit des Innenohrs hervorgeruft. In den meisten Fällen verläuft der Morbus Menière günstig und die Drehschwindelattacken verschwinden spontan innerhalb von fünf Jahren.

Treten im jüngeren Erwachsenenalter wiederholt Drehschwindelattacken auf, ist bei der Diagnose vor allem auch Migräne in Betracht zu ziehen. Im höheren Lebensalter dagegen liegen dem Schwindel häufig Durchblutungsstörungen im Gehirn zugrunde, die durch eine fortschreitende Arteriosklerose entstehen. Darüber hinaus kann auch multiple Sklerose infolge der geschädigten Nervenbahnen zu Schwindel in Form von Drehschwindelattacken führen.

Weiterlesen: Schwindel (Vertigo): Diagnose – Anhaltender Drehschwindel

Das könnte Sie auch interessieren

Krankheitsgebiete

Krankheitsgebiete

Von A wie Allergien bis Z wie Zahnerkrankungen – hier finden Sie alle Krankheiten nach Krankheitsgebieten sortiert. mehr ...

Weitere Themen:

Am häufigsten gelesen

Sudoku

Sudoku

Sudoku spielen fördert das logische Denken und die Konzentrationsfähigkeit und hilft Ihnen, Ihr Gedächtnis spielerisch zu trainieren. mehr ...

Weitere Themen:

Disclaimer:

© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.