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Schwindel (Vertigo): Untersuchungen beim Arzt

Veröffentlicht von: Till von Bracht (18. Juli 2016)

Wert häufiger unter Schwindel (Vertigo) leidet, sollte unbedingt einen Arzt aufsuchen. Der Arzt kann feststellen, ob ein Schwindel durch eine Erkrankung des Gehirns, durch eine Schädigung des Gleichgewichtsorgans im Ohr oder durch eine andere Krankheit verursacht wurde.

Hierfür versucht der Arzt zunächst herauszufinden, um welche Form von Schwindel es sich handelt – vor allem im Hinblick auf die nachfolgende Therapie. Hierzu ist es erforderlich, die vorliegenden Symptome in allen Einzelheiten zu erfassen.

Die wichtigsten Diagnosekriterien bei Schwindel sind:

  • Art des Schwindels: Drehschwindel, Schwankschwindel oder Benommenheitsschwindel
  • Dauer des Schwindels: Schwindelattacken oder Dauerschwindel
  • Auslösbarkeit/Verstärkung des Schwindels: bereits Ruhe (z. B. Neuritis vestibularis), Gehen (z. B. bilaterale Vestibulopathie)

Der Schlüssel zur Diagnose ist ein sorgfältiges und umfassendes Arzt-Patienten-Gespräch (Anamnese), in dem der Betroffene seine Symptome genau schildert. Anschließend erfolgen körperliche Untersuchungen, bei denen der Arzt den Blutdruck, den Puls und die Augenbewegungen überprüft. Häufig kommen zur Diagnose auch verschiedene Tests zur Funktion des Gleichgewichtsorgans und zur Hörfähigkeit zum Einsatz, da Hör- und Gleichgewichtsorgan den gleichen Nervenstrang nutzen, um Informationen weiterzuleiten.

Um die häufigste Art von Schwindel, den gutartigen paroxysmalen Lagerungsschwindel, zu diagnostizieren, führt der Arzt sogenannte Lagerungsproben durch – zum Beispiel das Dix-Hallpike-Manöver. Hierbei sitzt der Patient zunächst aufrecht auf der Untersuchungsliege. Anschließend dreht der Arzt den Kopf des Patienten um etwa 45 Grad zur Seite und lässt seinen Oberkörper zügig und kontrolliert nach hinten fallen – die Kopfhaltung wird während dieser Bewegung nicht geändert. Bei einem gutartigen paroxysmalen Lagerungsschwindel zeigen die Patienten in dieser Endlage ein Augenzittern, fachsprachlich Nystagmus

Ergeben sich bei der Diagnose Hinweise auf Gefäßerkrankungen oder auf eine Erkrankung des Gehirn, sind weitere Untersuchungen notwendig – zum Beispiel

  • MRT des Schädels mit Feinschichtung von Hirnstamm, und Kleinhirn (insbesondere zum Ausschluss eines Infarktes)
  • oder eine Liquorpunktion bei Verdacht auf MS.


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