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Schwindel (Vertigo): Schwindelarten

Veröffentlicht von: Till von Bracht (12. Februar 2014)

Schwindel (Vertigo) tritt in verschiedenen Formen auf. Man unterscheidet vier typische Schwindelarten:

Attackendrehschwindel

Ein plötzlicher und heftiger Schwindel (Vertigo), der nur Sekunden oder wenige Minuten andauert, ist ein Attackendrehschwindel. Dieser Schwindel ist mit einem heftigen Drehgefühl mit Fallneigung und manchmal auch mit Übelkeit verbunden.

Anhaltender Drehschwindel

Ein über Stunden oder Tage anhaltender Schwindel (Vertigo), der mit Fallneigung, Augenzittern (Nystagmus), Übelkeit und Erbrechen einhergeht, ist ein anhaltender Drehschwindel. Diese Schwindelart tritt meist zwischen dem fünfzigsten und sechzigsten Lebensjahr auf. Frauen haben häufiger anhaltenden Drehschwindel als Männer.

Lagerungsschwindel

Ein Schwindel (Vertigo) in Form von einem Lagerungsschwindel (bzw. Kopflageschwindel) tritt typischerweise auf, wenn die Betroffenen den Kopf zur Seite neigen. Im Erwachsenenalter ist von allen Schwindelarten ein gutartiger Lagerungsschwindel oder auch benigner paroxysmaler Lagerungsschwindel am häufigsten. Er tritt in jedem Alter auf, ist mit zunehmendem Alter jedoch häufiger – der Häufigkeitsgipfel liegt zwischen dem 60. und 80. Lebensjahr. Frauen sind öfter betroffen als Männer.

Schwankschwindel

Ein Schwindel (Vertigo), der mit Stand- und Gangunsicherheiten und einer hohen Fallneigung einhergeht, ist ein Schwankschwindel oder Benommenheitsschwindel. Anders als bei anderen Schwindelarten sind Übelkeit und Erbrechen bei dieser Form von Schwindel eher selten.

Die häufigste Form von Schwankschwindel heißt phobischer Schwankschwindel. Frauen entwickeln diesen Schwindel meist zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr, Männer zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr. Dabei gibt es keine Häufigkeitsunterschiede zwischen den Geschlechtern. Meist kommt es bei dieser Schwindelart zu einem plötzlichen Schwindelanfall mit Benommenheit sowie Stand- und Gangunsicherheiten, der anfangs nur wenige Sekunden andauert. Die Betroffenen erleben diese Anfälle als sehr bedrohlich und entwickeln eine ängstliche Erwartungshaltung vor der nächsten Attacke. Häufig lösen besondere Situationen den Schwankschwindel aus – wie Autofahren, Überqueren von Brücken, Treppensteigen, leere Räume oder bestimmte soziale und kommunikative Anforderungen.

Visuell ausgelöster Schwindel gehört ebenfalls zum Schwankschwindel. Eine Form ist die sogenannte optokinetische Bewegungskrankheit: Hierbei entsteht durch großflächige Bewegungsreize – etwa in Großleinwandkinos oder in Flugsimulatoren – ein Widerspruch zwischen den über das Auge aufgenommenen Bewegungsreizen und der gleichzeitig erwarteten, aber fehlenden Körperbeschleunigung. Dieser Widerspruch führt zu einem Schwankschwindel mit Erbrechen.



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