|
Sie befinden sich hier:
Startseite > Krankheiten > Schwindel (Vertigo) > Definition
Schwindel (Vertigo)
Schwindel (Vertigo)SchwindelartenStand: 17. Dezember 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Schwindel (Vertigo) tritt in verschiedenen Formen auf. Es lassen sich vier typische Schwindelarten unterscheiden: AttackendrehschwindelEin Schwindel (Vertigo), der unvermittelt und heftig einsetzt und nur Sekunden oder wenige Minuten andauert, ist ein Attackendrehschwindel. Diese Schwindelart ist mit einem heftigen Drehgefühl mit Fallneigung und manchmal auch mit Übelkeit verbunden. Anhaltender DrehschwindelEin über Stunden oder Tage anhaltender Schwindel (Vertigo), der mit Fallneigung, Augenzittern (Nystagmus), Übelkeit und Erbrechen einhergeht, ist ein anhaltender Drehschwindel. Diese Schwindelart tritt meist zwischen dem fünfzigsten und sechzigsten Lebensjahr auf. Frauen haben häufiger anhaltenden Drehschwindel als Männer. Kopflageschwindel oder LagerungsschwindelEin Schwindel (Vertigo) in Form von einem Kopflageschwindel oder Lagerungsschwindel tritt typischerweise auf, wenn die Betroffenen den Kopf zur Seite neigen. Im Erwachsenenalter ist von allen Schwindelarten ein gutartiger Lagerungsschwindel oder auch benigner paroxysmaler Lagerungsschwindel am häufigsten. Er tritt in jedem Alter auf, ist mit zunehmendem Alter jedoch häufiger – der Häufigkeitsgipfel liegt zwischen dem 60. und 80. Lebensjahr. Frauen sind öfter betroffen als Männer. SchwankschwindelEin Schwindel (Vertigo), der mit Stand- und Gangunsicherheiten und einer hohen Fallneigung einhergeht, ist ein Schwankschwindel oder Benommenheitsschwindel. Anders als bei anderen Schwindelarten sind hierbei Übelkeit und Erbrechen eher selten. Die häufigste Form von Schwankschwindel heißt phobischer Schwankschwindel. Frauen entwickeln diesen Schwindel meist zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr, Männer zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr. Dabei gibt es keine Häufigkeitsunterschiede zwischen den Geschlechtern. Meist kommt es bei dieser Schwindelart zu einem plötzlichen Schwindelanfall mit Benommenheit sowie Stand- und Gangunsicherheiten, der anfangs nur wenige Sekunden andauert. Die Betroffenen erleben diese Anfälle als sehr bedrohlich und entwickeln eine ängstliche Erwartungshaltung vor der nächsten Attacke. Häufig lösen besondere Situationen den Schwankschwindel aus – wie Autofahren, Überqueren von Brücken, Treppensteigen, leere Räume oder bestimmte soziale und kommunikative Anforderungen. Visuell ausgelöster Schwindel gehört ebenfalls zum Schwankschwindel. Eine Form ist die sogenannte optokinetische Bewegungskrankheit: Hierbei entsteht durch großflächige Bewegungsreize – etwa in Großleinwandkinos oder in Flugsimulatoren – ein Widerspruch zwischen den über das Auge aufgenommenen Bewegungsreizen und der gleichzeitig erwarteten, aber fehlenden Körperbeschleunigung. Dieser Widerspruch führt zu einem Schwankschwindel mit Erbrechen. Weiterlesen: Schwindel (Vertigo): Ursachen Das könnte Sie auch interessieren
KrankheitsgebieteVon A wie Allergien bis Z wie Zahnerkrankungen – hier finden Sie alle Krankheiten nach Krankheitsgebieten sortiert. mehr ... Weitere Themen:
Disclaimer:© 2012 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten. |