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Schwerhörigkeit

Schwerhörigkeit: Diagnose

Stand: 17. März 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei Schwerhörigkeit stellt die Diagnose der Hals-Nasen-Ohren-Arzt (HNO-Arzt). Dazu sind verschiedene Tests notwendig. Zunächst jedoch befragt der Arzt den Patienten ausführlich nach den Symptomen und Vorerkrankungen (Anamnese). Dabei möchte er zum Beispiel wissen, seit wann die Schwerhörigkeit erstmals aufgefallen ist und ob noch weitere Beschwerden bestehen. Bevor der HNO-Arzt die Hörfähigkeit mit einem Hörtest genauer feststellt, nimmt er eine körperliche Untersuchung vor. Zu ihr gehören verschiedene Tests, wie zum Beispiel die Stimmgabelprüfung. Dieser Versuch kann nach einer festgestellten Schwerhörigkeit Aufschluss über die Art der Hörminderung geben (Schallleitung, Schallempfindung). Mithilfe einer Ohrenspiegelung (Otoskopie) kann der Arzt mögliche körperliche Veränderungen im Ohr erkennen.

Bei einer Schwerhörigkeit führt der Arzt zur genauen Diagnose verschiedene Hörtests durch. Sie helfen ihm, die Hörfähigkeit für die einzelnen Tonhöhen (Frequenzen) festzustellen. Dabei ermittelt der Arzt die Töne, die der Erkrankte gerade noch hören kann. Eingetragen in ein Diagramm mit der Lautstärke auf der y-Achse (Ordinate) und der Tonhöhe auf der x-Achse (Abzisse), ergibt das die Hörkurve, welche Aufschluss über die Schwerhörigkeit gibt.

Können Betroffene Töne erst bei höheren Lautstärkewerten hören, so weicht die ermittelte Hörkurve von der Normalkurve ab. Mithilfe dieser Hörkurve kann der Arzt auch den Hörverlust in Dezibel errechnen.

Schwerhörigkeit
Hörkurve

Bei einer Schwerhörigkeit-Diagnose kommen zur Diagnose meist noch weitere Tests infrage, etwa die Tympanometrie und die Stapedius-Reflexmessung. Hierbei misst der Arzt die Funktion des Trommelfells. Auch die Messung der sogenannten otoakustischen Emissionen (elektrische Reaktionsaudiometrie) ist aufschlussreich, um der Ursache einer Schwerhörigkeit auf den Grund zu gehen. Hierbei sendet das Ohr einen empfangenen Ton ähnlich eines Echos zurück (otoakustische Emissionen). Dies geschieht allerdings nur beim gesunden Ohr. Besteht der Verdacht auf stoffwechselbedingte Ursachen für die Schwerhörigkeit, führt der Arzt außerdem Blutuntersuchungen durch.

Weiterlesen: Schwerhörigkeit: Therapie

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