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Schwerhörigkeit

Einteilung der Schwerhörigkeit

Stand: 17. März 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Schwerhörigkeit
normaler Gehörgang

Experten unterscheiden bei der Schwerhörigkeit drei wesentliche Formen: Bei der Schallleitungsschwerhörigkeit gelangt der Schall nicht mehr ausreichend in das Innenohr. Dies ist zum Beispiel bei Trommelfellschäden oder während einer Mittelohrentzündung der Fall. Eine Schallempfindungsstörung entsteht durch eine verringerte Funktion der Gehörknöchelchen, des Hörnervs oder des Gehirns. Dies geschieht beispielsweise bei langfristigem Hörschaden durch permanente Lautstärke. Die dritte Form der Schwerhörigkeit ist eine Kombination aus Schallleitungs- und Schallempfindungsstörung.

Schwerhörigkeit kann akut (plötzlich) oder chronisch (schleichend) auftreten. In den meisten Fällen ist eine akute Schwerhörigkeit nur von kurzer Dauer und verschwindet von selbst. In anderen Fällen bedarf sie, genau wie der chronische Hörschaden, einer Behandlung. Ob und wie gut sich eine Schwerhörigkeit therapieren lässt, ist sehr unterschiedlich.

Je nachdem, welche Lautstärke und Tonhöhe eine Person nicht mehr hört, unterscheiden Ärzte verschiedene Grade der Schwerhörigkeit von der Taubheit:

  • Geringgradige Schwerhörigkeit: Zum Beispiel hört der Betroffen nicht mehr das Ticken einer Armbanduhr (Hörverlust von 20 bis 40 dB).
  • Mittelgradige Schwerhörigkeit: Der Erkrankte nimmt keine Umgebungsgeräusche mehr wahr, zum Beispiel Vogelgezwitscher (Hörverlust von 41 bis 60 dB).
  • Hochgradige Schwerhörigkeit: Der Betroffene hört Gespräche nicht mehr (Hörverlust von 61 bis 80 dB).
  • Resthörigkeit oder Taubheit: Der Erkrankte hört auch sehr laute Geräusche nicht mehr, zum Beispiel Discomusik (Hörverlust über 81 dB).

Weicht die Hörfähigkeit um maximal 20 dB ab, liegt keine Schwerhörigkeit vor: Dann sprechen Ärzte noch von Normalhörigkeit.

Weiterlesen: Schwerhörigkeit: Ursachen

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