Schweinegrippe

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (24. Februar 2016)

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Als Schweinegrippe bezeichnet man eine Infektion mit dem Influenzavirus-Typ A/H1N1. Sie trat erstmals im April 2009 in Mexiko auf und entwickelte sich zu einer Pandemie, die weltweit zu Erkrankungen führte. Im August 2010 wurde die Pandemie offiziell für beendet erklärt. Es ist jedoch davon auszugehen, dass das Schweinegrippe-Virus in den zukünftigen Grippehochzeiten weiterhin zu Erkrankungen führen wird.

Schweinegrippe überträgt sich vor allem über virushaltige Tröpfchen, die beim Sprechen, Husten, Niesen oder Küssen leicht kurze Wege überwinden. Aber auch über Schmierinfektionen kann man sich anstecken – etwa beim Händeschütteln oder beim Berühren von virusbehafteten Oberflächen wie zum Beispiel Türklinken oder Telefonen.

Bis nach der Ansteckung die ersten Schweinegrippe-Symptome ausbrechen, vergehen durchschnittlich ein bis vier Tage. Die Symptome ähneln dabei denen einer saisonalen Grippe ("Wintergrippe"): plötzliches Fieber, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen sowie ein allgemeines Krankheitsgefühl. Hin und wieder treten aber auch Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auf. Besonders häufig erkranken junge Menschen zwischen 5 und 19 Jahren an der Schweinegrippe.

Im Allgemeinen verläuft die Neue Grippe in der Mehrzahl der Fälle mild und ist nach etwa 7 bis 14 Tagen überstanden. Es gibt jedoch auch schwere Verläufe, die in seltenen Fällen auch eine lebensbedrohliche Wendung nehmen können. Zur Therapie der Schweinegrippe stehen die virushemmenden Wirkstoffe Oseltamivir und Zanamivir zur Verfügung.

Sie können einer Schweinegrippe vorbeugen, indem Sie an der jährlichen Grippeimpfung teilnehmen. Der Impfstoff enthält neben Komponenten gegen die saisonale Grippe auch Komponenten des Schweinegrippe-Virus. Die normale Grippeimpfung kann daher auch vor der Schweinegrippe schützen. Indirekt lässt sich das Risiko einer Infektion zudem durch Einhaltung einfacher Hygieneregeln – wie regelmäßigem Händewaschen – verringern.


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