Schweinebandwurm-Infektion: Verlauf & Vorbeugen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (02. Juli 2015)

In der Regel nimmt eine Schweinebandwurm-Infektion einen unkomplizierten Verlauf. Außerdem kommt die Erkrankung in Deutschland relativ selten vor.

Die Zystizerkose, bei der der Mensch der Zwischenwirt des Schweinebandwurms ist, hat einen komplizierteren Verlauf: Diese Erkrankung entsteht, wenn ein Mensch mit Fäkalien verunreinigte Nahrung aufnimmt. Dabei können Bandwurmeier in den Darm gelangen und sich zu Larven weiter entwickeln. Die Larven setzen sich als Finnen im Muskelgewebe, im Gehirn oder in den Augen fest (Neurozystizerkose). Die Folgen können neurologische Störungen (z.B. Sehstörungen) oder Krampfanfälle sein.

Vorbeugen

Einer Schweinebandwurm-Infektion können Sie vorbeugen, indem Sie auf den Verzehr von rohem oder ungenügend erhitztem Schweinefleisch verzichten. Wird das Fleisch für mindestens zehn Tage eingefroren, besteht ebenfalls keine Ansteckungsgefahr.

Zudem schließt die tierärztliche Versorgung in der Schweinehaltung eine regelmäßige Entwurmung mit ein, die auch der Vorbeugung anderer möglicher Wurminfektionen (z.B. mit Spulwürmern) dient.

Außerdem werden Schlachttiere im Rahmen der amtlichen Fleischuntersuchung (sog. Fleischbeschau) auf das Vorhandensein von Finnen in der Muskulatur begutachtet. So lässt sich einer Schweinebandwurm-Infektion schon vorbeugen, bevor das Fleisch den Endverbraucher erreicht.


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