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Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes)

Stand: 15. Juni 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Unter Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes) versteht man einen erhöhten Blutzuckerspiegel der Mutter während der Schwangerschaft. In den Industrienationen kommt es bei etwa fünf Prozent aller Schwangerschaften zu einem Schwangerschaftsdiabetes. Er äußert sich etwa ab dem siebten Schwangerschaftsmonat und verschwindet nach der Geburt von selbst.

Schwangerschaftsdiabetes kann sich negativ auf das ungeborene Kind auswirken, da die Symptome häufig unbemerkt bleiben. Aus diesem Grund wird routinemäßige der Blutzucker kontrolliert. Bei erhöhtem Risiko ist ein oraler Glukosetoleranztest zum Schutz des Kindes notwendig.

Eine gute Einstellung des Blutzuckers durch gesunde Ernährung oder Insulin kann Folgeschäden beim Kind weitgehend verhindern. Zu den Folgeschäden zählen eine erhöhte Fehlgeburtenrate, ein Geburtsgewicht über 4.000 Gramm (Makrosomie), vergrößerte, aber unreife innere Organe, die Neigung zu niedrigen Blutzuckerwerten (Hypoglykämie) und eine niedrige Kalziumkonzentration im Blut.

Ein unbehandelter Schwangerschaftsdiabetes steigert die Sterblichkeitsrate der Kinder nach der Geburt. Die wichtigste Maßnahme beim betroffenen Kind ist die Überwachung im Krankenhaus, bis sich die Organfunktionen stabilisiert haben.

Weiterlesen: Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes): Definition

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