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Schwangerschafts­diabetes (Gestations­diabetes)

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen (27. Juli 2016)

© Jupiterimages/iStockphoto

Unter Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes) versteht man einen erhöhten Blutzuckerspiegel der Mutter während der Schwangerschaft. In Deutschland entwickeln etwa vier Prozent aller Schwangeren einen Schwangerschaftsdiabetes. Er kann sich etwa ab der 20. Schwangerschaftswoche entwickeln und verschwindet meist nach der Geburt von selbst.

Schwangerschaftsdiabetes kann sich negativ auf das ungeborene Kind auswirken, da er keine direkten Beschwerden bereitet. Daher besteht die Gefahr, dass der Diabetes nicht oder zu spät therapiert wird. Aus diesem Grund wird bei Schwangeren routinemäßig im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge der Blutzucker kontrolliert. Bei erhöhtem Risiko wird der Frauenarzt einen oralen Glukosetoleranztest empfehlen, damit ein Schwangerschaftsdiabetes rechtzeitig erkannt und zum Schutz von Mutter und Kind behandelt werden kann.

Werdende Mütter mit Schwangerschaftsdiabetes können Folgeschäden für sich und das Kind durch gesunde Ernährung in der Schwangerschaft und nötigenfalls Insulin-Einnahme verhindern. Zu den möglichen Folgeschäden eines unbehandelten Schwangerschaftsdiabetes gehören

  • ein erhöhtes Risiko für eine Fehlgeburt,
  • ein Geburtsgewicht über 4.500 Gramm (Makrosomie),
  • vergrößerte, aber unreife innere Organe,
  • die Neigung zu niedrigen Blutzuckerwerten (Hypoglykämie) und
  • eine niedrige Kalziumkonzentration im Blut.

Ein Schwangerschaftsdiabetes ist die häufigste Komplikation in einer Schwangerschaft. Wie er entsteht und was man dagegen tun kann, erfahren Sie in unserem Video.

Neugeborene, der Mütter einen Schwangerschaftsdiabetes hatten, werden bei Bedarf im Krankenhaus überwacht, bis sich die Organfunktionen stabilisiert haben.

Einem Schwangerschaftsdiabetes können Sie bedingt vorbeugen, indem Sie versuchen, Übergewicht möglichst schon bei Kinderwunsch zu vermeiden. Achten Sie auf eine gesunde Ernährung und nehmen Sie die regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft wahr.


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