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Diskussion und Erfahrungsaustausch im Forum Schuppenflechte
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Stand: 31. Mai 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Es steht außer Frage, dass die Ernährung die Haut und ihr Erscheinungsbild beeinflusst. Allgemeine Aussagen und Empfehlungen, bei Schuppenflechte bestimmte Nahrungsmittel zu meiden, sind jedoch umstritten. Außerdem kann die Ernährung nicht die Behandlung der Psoriasis ersetzen.
Weitgehend einig sind sich Forscher aufgrund verschiedener Untersuchungen, dass sich Alkohol, Nikotin und Übergewicht negativ auf die Schuppenflechte auswirken, Omega-3-Fettsäuren und eine fleischarme oder vegetarische Ernährung dagegen positiv.
Obgleich es in der Regel unbedenklich ist, kleine Mengen Alkohol zu konsumieren, verschlimmert regel- oder übermäßiger Alkoholgenuss meist das Krankheitsbild. Außerdem belastet Alkohol die Leber: Dadurch wird das Hautbild schlechter und der Alkohol kann zu Wechselwirkungen mit den bei schwerer Schuppenflechte angewendeten Medikamenten führen.
Weitgehend einig sind sich die Wissenschaftler, dass sich Omega-3-Fettsäuren günstig auf die Schuppenflechte auswirken. Omega-3-Fettsäuren sind langkettige, ungesättigte Fettsäuren, die vor allem in fettreichem Meeresfisch enthalten sind. Ihr Schutz-Effekt bei Arteriosklerose ist schon lange bekannt. Darüber hinaus setzt man sie seit einiger Zeit auch verstärkt bei rheumatischen Erkrankungen und bei der Schuppenflechte ein, weil sie entzündungshemmend wirken.
Ihre Wirkung beruht auf ihrer Gegenspielerfunktion zur Arachidonsäure, die eine wichtige Rolle bei Entstehung und Verlauf von Entzündungen spielt. Deshalb sollten Sie darauf achten, ausreichend Omega-3-Fettsäuren aufzunehmen und gleichzeitig die Arachidonsäure im Essen einzuschränken. Eine fleischarme oder vegetarische Ernährung kann Ihnen dabei helfen, denn besonders viel Arachidonsäure enthalten zum Beispiel Wurst und fettreiche Fleischsorten, aber auch Sahne, Butter und Eier.
Obst und Gemüse versorgen den Körper mit Vitaminen. Etwa die Vitamine C und E wirken entzündungshemmend. Frisches Obst und Gemüse enthalten reichlich Vitamin C und über verschiedene Pflanzenöle wie Weizenkeim- oder Sonnenblumenöl, fetten Seefisch (z.B. Lachs) und Nüsse versorgen Sie sich mit Vitamin E.
Wer nicht ganz auf tierische Lebensmittel verzichten möchte, kann sich pro Woche zwei kleine Portionen mageres Fleisch gönnen. Auch fettarme Milchprodukte sind in Ordnung. Fisch sollte dagegen regelmäßig auf Ihrem Speisezettel stehen: Um ausreichend Omega-3-Fettsäuren aufzunehmen, sollten Sie häufig fettreichen Meeresfisch verzehren, am besten zweimal pro Woche. Wenn Sie keinen Fisch mögen, können Sie auch auf Fischölkapseln zurückgreifen.
Neben diesen allgemeinen Regeln ist es aber wichtig, dass Sie für sich selbst herausfinden, welche Nahrungsmittel bei Ihnen die Schuppenflechte verschlechtern oder neue Schübe provozieren. Diese sollten Sie dann gezielt in Ihrem persönlichen Speiseplan vermeiden.
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