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Schuppenflechte (Psoriasis)

Autoimmunreaktion

Stand: 31. Mai 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Der Schuppenflechte (Psoriasis) liegt eine Autoimmunreaktion zugrunde, bei der sich das Immunsystem gegen Zellen des eigenen Körpers richtet. Eine zentrale Rolle spielen dabei entzündungsfördernde Eiweiße sowie die Überaktivität einer bestimmten Sorte weißer Blutzellen, der sogenannten Th1-Lymphozyten. Diese Zellen vermitteln über ihre Botenstoffe die Immunreaktion und übernehmen damit eine Schlüsselrolle bei der Entzündung.

Ziel der Autoimmunreaktion sind körpereigene Zellen der Oberhaut, die sogenannten Keratinozyten, welche bei der Hauterneuerung eine zentrale Rolle spielen. Die Haut reagiert auf den Angriff des Immunsystems mit einer allgemeinen Entzündungsreaktion. Die Keratinozyten teilen sich schneller, sodass sich übermäßig viel neues Gewebe bildet. Daraus folgt die bekannte Symptomatik: Die Haut wird dick und schuppt.

Möglicherweise beeinflussen auch Infektionen, dass die Schuppenflechte ausbricht. Es gibt Hinweise darauf, dass Streptokokken bei einer entsprechenden Veranlagung begünstigen, dass die Psoriasis auftritt und sich negativ auf ihren Verlauf auswirken.. Nach Streptokokkeninfektionen, die zum Beispiel eine eitrige Mandelentzündung (Angina tonsillaris) oder eine Mittelohrentzündung hervorrufen, kommt es häufig zu einem Psoriasisschub.

Weiterlesen: Schuppenflechte (Psoriasis): Symptome

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