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Schuppenflechte (Psoriasis): Was ist das?

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (04. August 2016)

Die Schuppenflechte (Psoriasis) ist eine entzündliche Hauterkrankung, die vor allem bei Europäern häufig auftritt.

Schuppenflechte entsteht durch eine Autoimmunreaktion, das heißt: Das Immunsystem richtet seine Abwehrreaktion gegen Zellen des eigenen Körpers. Warum diese Autoimmunreaktion entsteht, ist bislang noch nicht eindeutig geklärt.

Die medizinische Bezeichnung Psoriasis leitet sich vom griechischen Wort psora ab, das für "Jucken" beziehungsweise "Kratzen" steht. Aufgrund dieser irreführenden Bezeichnung wurde die Psoriasis lange Zeit nicht von der durch Milben verursachten Krätze (Skabies) abgegrenzt.

Auch heute noch hat die Schuppenflechte als chronische Erkrankung oft erhebliche Folgen für Gesundheit, Lebensqualität und Beruf. Obwohl sie nicht ansteckend ist, ist die Schuppenflechte für die Betroffenen aufgrund der oft deutlich sichtbaren Hautveränderungen mitunter psychisch sehr belastend.

Eine Person mit Schuppenflechte am Arm. © Okapia

Psoriasis am Ellenbogen (© Jeffrey Telner/OKAPIA)

Typisch für die Schuppenflechte sind scharf begrenzte, rote, erhabene, mit silberweißen Schuppen bedeckte Hautveränderungen, besonders an

  • Ellenbogen,
  • den behaarten Bereichen des Kopfs,
  • Knien,
  • Gesäß sowie
  • Handflächen und Fußsohlen.

Teilweise jucken die entsprechenden Stellen. Auch Gelenke und Nägel können von einer Psoriasis betroffen sein.

Häufigkeit

Die Schuppenflechte ist eine der häufigsten chronischen Hauterkrankungen. In Deutschland sind Schätzungen zufolge ungefähr 2 bis 3 von 100 Menschen betroffen. Männer und Frauen erkranken etwa gleich häufig an Psoriasis. Besonders häufig sind Europäer betroffen, Afrikaner oder Asiaten erkranken dagegen nur selten an einer Schuppenflechte.

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Etwa 80 von 100 Personen mit Schuppenflechte leiden an der sogenannten "gewöhnlichen Schuppenflechte", der Psoriasis vulgaris. Etwa drei Viertel der Betroffenen erkranken vor dem 40. Lebensjahr (Typ 1, auch Frühtyp genannt). Besonders häufig tritt der Frühtyp zwischen dem 10. und 25. Lebensjahr auf. Die seltenere Psoriasis vulgaris Typ-II, auch Spättyp genannt, tritt insbesondere zwischen dem 35. und dem 60. Lebensjahr auf.

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