Startseite > Krankheiten > Schulterschmerzen > Impingementsyndrom (Engpasssyndrom)
Stand: 03. Dezember 2012Veröffentlicht von: Dr. med. Fabian WeilandMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Ein Impingementsyndrom (Engpasssyndrom) oder einfach nur Impingement liegt vor, wenn die Schulter in bestimmten Positionen oder bei Belastung schmerzt. Ausgelöst werden die Beschwerden dadurch, dass Weichteile bewegungsbedingt am Schulterdach eingeklemmt werden oder dort anstoßen (engl. impingement = Aufprall, Zusammenstoß, Anstoß).
Die Weichteile können dabei verschlissen oder entzündlich verändert sein. Das Impingementsyndrom zählt zu den häufigsten Ursachen von Schulterschmerzen. Der Begriff "Engpasssyndrom" beschreibt den Grund für die Schmerzen: Bei bestimmten Bewegungen verkleinert sich der Raum unter dem Schulterdach (sog. Subakromialraum).
Liegt ein Impingementsyndrom vor, reicht der Platz nicht aus, um alle dort verlaufenden Strukturen reibungslos unterzubringen. Hinzu kommt häufig ein mechanisches Hindernis am Schulterdach (Akromion), etwa ein Knochensporn oder eine ungünstige Form.
Besonders häufig hängt die Sehne des Obergrätenmuskels (Musculus supraspinatus) mit den Schmerzen beim Impingementsyndrom zusammen. Diese sogenannte Supraspinatussehne verläuft dicht unterhalb des Schulterdachs und ist Teil der Rotatorenmanschette, einem Gefüge aus Muskeln und deren Sehen, die den Kopf des Oberarmknochens umschließen.
Das Impingementsyndrom führt zu bewegungs- und positionsabhängigen Schmerzen, die auch nachts auftreten. Betroffene können den Arm oft kaum noch seitlich heben und viele alltägliche Vorgänge – etwa ein Hemd anzuziehen oder sich am Rücken zu waschen – sind nur noch unter Schmerzen möglich.
Beim seitlichen Anheben schmerzen Arm und Schulter vor allem in einem Winkel von circa 60 Grad bis 120 Grad. Ärzte nennen dies schmerzhaften Bogen (engl.: painful arc).
Die Diagnose eines Impingementsyndroms kann der Arzt meist bereits durch die Schilderungen des Patienten und die Untersuchung stellen. Ergänzend erfolgen Ultraschalluntersuchungen der Schulter und weitere bildgebende Maßnahmen wie MRT (Kernspin) und Röntgen.
Die Therapie richtet sich nach der Ursache des Impingements, dem Ausmaß der Beschwerden, also dem Leidensdruck des Betroffenen, und dem Ausmaß der Sehnenschädigung. In leichteren Fällen kommen vorwiegend
Eine Operation (sog. subakromiale Dekompression, Akromioplastik) ist bei einem Impingementsyndrom meist erst bei ausgeprägten Formen nötig oder wenn die anderen Behandlungen die Beschwerden nicht bessern.
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