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Schulterschmerzen

Verspannungen

Stand: 18. Oktober 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Schmerzmittel können bei stressbedingten Verspannungen die akuten Schmerzen lindern – an der Ursache jedoch ändern sie nichts. Muskelerschlaffende Medikamente (Muskelrelaxanzien) sollten nur in Ausnahmefällen eingenommen werden, da auch sie die Ursache der Verspannung nicht beseitigen.

Es gibt Maßnahmen, mit deren Hilfe Sie Verspannungen lösen und weiteren Verspannungen vorbeugen können:

Um bei psychosomatischen Ursachen dem Teufelskreis aus Stress, depressiver Verstimmung, Schmerz und weiterem Stress zu entgehen, können Sie auf natürliche Präparate zurückgreifen. Johanniskraut, eine alte europäische Heilpflanze, hemmt beispielsweise den Abbau der "Glücksbotenstoffe" Serotonin, Noradrenalin und Dopamin im Körper. So wird die Stimmung stabilisiert und der Teufelskreis durchbrochen.

Bei leichten Schmerzen oder Schmerzen aufgrund von Verspannungen hilft häufig schon Wärme. Hierfür empfehlen sich:

  • Bäder mit Kräuterzusätzen: Die Bäder sollten nicht länger als 15 Minuten dauern, evtl. mit anschließender Nachruhe. Gleichen Sie die Wassertemperatur ungefähr der Körpertemperatur (ca. 37 Grad Celsius) an, keinesfalls wärmer. Bei bereits angewärmter Muskulatur sind in der Badewanne leichte Dehn- und Streckübungen zu empfehlen. Auch regelmäßiges Schwimmen sollte im Warmwasserbecken erfolgen.
  • Sauna: Betroffene mit Herz-Kreislauf-Beschwerden, Schilddrüsenüberfunktion oder akuten Infektionen sollten jedoch auf Saunagänge verzichten bzw. sie mit ihrem Hausarzt abklären.
  • Warme Güsse: Zielen Sie für ca. 10 bis 15 Minuten mit einem harten Wasserstrahl auf die Hauptschmerzpunkte.
  • Wärmepackungen (Fango, Paraffin, Moorschlamm) oder feuchtwarme Kompressen, Heizkissen und Wärmestrahler
  • Wärmeumschläge: In der Apotheke erhältliche Wärmeumschläge erhitzen sich durch chemische Prozesse selbstständig auf 40 Grad Celsius und halten diese Temperatur über mehrere Stunden. Die Wärme lindert die Schmerzen und kann die Therapie auf natürliche Art unterstützen, sodass in vielen Fällen die Einnahme von Schmerzmitteln verringert werden kann.
  • Wärmepflaster: Wärmepflaster enthalten zum Beispiel den Wirkstoff Capsaicin, welcher die Haut reizt, die Durchblutung anregt und hierüber die Therapie fördert. Achten Sie darauf, dass die Pflaster nicht mit den Schleimhäuten in Kontakt kommen, da dies schwere Reizungen zur Folge haben kann.

Störungen der Nervenleitbahnen (neurogene Störungen)

Störungen der Nervenleitbahnen (neurogene Störungen) werden je nach Ursache behandelt mit:

  • entzündungshemmenden Medikamenten, z.B. Glukokortikoiden ("Kortison")
  • operativen Maßnahmen: Schultergelenkspiegelung (Arthroskopie), Druckentlastung (Dekomprimierung)
  • Neurostimulation: Akupunktur, TENS (transkutane elektrische Nervenstimulation)
  • Kälte- oder Drucktherapie bei Nervenblockaden oder Sympathikusblockaden (beim komplexen regionalen Schmerzsyndrom bzw. bei Beteiligung des sympathischen Nervensystems)

Weiterlesen: Schulterschmerzen: Therapie – Schulterübungen

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