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Schulterschmerzen

Schulterschmerzen: Symptome

Stand: 18. Oktober 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Je nach Ursache und Ursprungsort der Schulterschmerzen stehen unterschiedliche Symptome im Vordergrund. Allerdings können sich die Beschwerden trotz unterschiedlicher Auslöser stark ähneln.

Häufige Ursachen von Schulterschmerzen wie das sogenannte Impingementsyndrom (Engpasssyndrom) oder Verletzungen der Rotatorenmanschette (Rotatorenmanschettenruptur) beeinträchtigen die Beweglichkeit des Arms: Er lässt sich schmerzbedingt oft kaum noch heben und viele alltägliche Vorgänge – etwa das Anziehen eines Hemdes oder das Einschrauben einer Glühbirne über Kopf – sind nur noch schwer möglich.

Da die Symptome oft beim seitlichen Abspreizen des Arms (Abduktion) auftreten und sich in bestimmten Bewegungsbereichen zeigen, sprechen Ärzte auch vom sogenannten schmerzhaften Bogen (engl. painful arc). Schmerzen durch Engpasssyndrome können weit in Richtung Schulter ausstrahlen.

Darstellung des schmerzhaften Bogens beim seitlichen Anheben des Arms
Schmerzhafter Bogen: Die Schulterschmerzen sind in einem Winkel von etwa 60° bis 120° am stärksten.

Typisch ist auch der nächtliche Schmerz, der auftritt, wenn der Betroffene auf der erkrankten Seite liegt oder sich unbewusst im Schlaf dorthin dreht.

Mechanisch bedingte Krankheitsprozesse der Halswirbelsäule zeigen sich in Form von Bewegungs- und Funktionsstörungen dieses Bereichs: Schmerzen strahlen hier in Schultern und Arme aus.

Reizungen der Nervenwurzeln führen zu Bewegungsstörungen der Halswirbelsäule und bis in die Hand ausstrahlenden Schmerzen. Diese kann der Arzt aufgrund der anatomischen Begebenheiten der jeweiligen Nervenwurzel zuordnen. Sie können mit oder ohne Empfindungsstörungen und Muskelschwächen auftreten.

Eine Erkrankung des seitlichen Schlüsselbeingelenks (Akromioklavikulargelenk) verursacht meist örtliche Beschwerden im Bereich der oberen Schulter, während sich Schultergelenksschmerzen häufig tiefer bemerkbar machen. Daneben findet man bei diesen Beschwerden ein typisches Bewegungsmuster (sog. Kapselmuster), das auf eine Beeinträchtigung des Gelenks oder umliegende Strukturen (Rotatorenmanschette) schließen lässt. Beim Kapselmuster sind mehrere Bewegungen des Gelenks eingeschränkt.

Nach Unfällen auftretende Veränderungen an den Nerven sind häufig mit einer stark abweichenden Empfindung verbunden (Brennen, einschießender Schmerz), die sich im Wesentlichen im Versorgungsgebiet der betroffenen Nerven äußert.

Bei Sehnenentzündungen richten sich die Schulterschmerzen danach, welche Muskelsehne entzündet ist:

Muskel Schmerz
Obergrätenmuskel (Musculus supraspinatus) bei Abspreizung des Arms gegen einen Widerstand
Untergrätenmuskel (Musculus infraspinatus), kleiner runder Armmuskel (Musculus teres minor) bei Drehbewegung nach außen gegen einen Widerstand
Unterschulterblattmuskel (Musculus subscapularis) bei Drehbewegung nach innen gegen einen Widerstand, Schmerz besonders am kleineren Muskelansatzhöcker am Oberarmknochen (Tuberculum minus humeri)
Musculus biceps brachii Schmerz an der Schultervorderseite. Entzündungen betreffen meistens den längeren Anteil des Muskels (sog. Caput longum). Sie beruhen auf Verschleißerscheinungen oder chronischen Reizungen, häufig aufgrund schweren Hebens, sowie Sehnenrissen. Die Sehne in der Furche des Bizepsmuskels (Sulcus bicipitalis) reagiert schmerzhaft auf Druck. Der Schmerz wird durch Innendrehung des Unterarms gegen einen Widerstand verstärkt.

Weiterlesen: Schulterschmerzen: Diagnose

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