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Frozen Shoulder, Schultergelenk­entzündung

Veröffentlicht von: Carolin Grob (16. Juli 2014)

Eine Schultergelenkentzündung beginnt typischerweise mit vor allem nachts auftretenden Schulterschmerzen. In vielen Fällen führt sie schließlich zu einer sogenannten Frozen Shoulder – einer Schultersteife, bei der die Beweglichkeit der Schulter eingeschränkt ist (engl. frozen = erstarrt).

Hinter einer Schultergelenkentzündung und Frozen Shoulder können verschiedene degenerative Veränderungen im Schultergürtel stecken. Mögliche Ursachen für eine Frozen Shoulder sind beispielsweise eine Schleimbeutelentzündung, eine Sehnenentzündung, ein Impingementsyndrom, Risse in den Sehnen und Muskeln oder eine Verkalkung von Strukturen im Schultergelenk. In diesen Fällen liegt eine sekundäre Frozen Shoulder vor.

Eine Ruhigstellung der Schulter begünstigt, dass das Gelenk mit der Zeit versteift.

Meist lässt sich nicht ergründen, warum es zu Schmerzen und einer Steifigkeit im Schultergelenk kommt. Ärzte sprechen dann von einer primären Frozen Shoulder. Sie kommt vor allem im mittleren bis höheren Erwachsenenalter vor; womöglich spielen bei ihrer Entstehung erbliche Veranlagung oder bestimmte Stoffwechselstörungen eine Rolle. Menschen mit Diabetes mellitus oder erhöhten Blutfettwerten (Hyperlipidämie) entwickeln deutlich häufiger eine Schultergelenkentzündung mit Schultersteife als die restliche Bevölkerung.

Die Diagnose der Schultergelenkentzündung gelingt meist schon durch die ärztliche Untersuchung, bei der die Schultersteife bereits auffällt. Ergänzend können Röntgenaufnahmen beziehungsweise Ultraschall-Untersuchungen der Schulter sinnvoll sein. Weitere diagnostische Maßnahmen sind bei der Frozen Shoulder nur selten nötig.

Die Therapie hängt davon ab, was zur Frozen Shoulder geführt hat. Vorwiegend kommen eine Physiotherapie und Medikamente zum Einsatz. Teilweise helfen auch die Strahlentherapie und Akupunktur, die Schultersteife zu beheben und eine schmerzfreie, bessere Beweglichkeit zu ermöglichen.

Nur selten macht die Frozen Shoulder eine Operation notwendig. Ein operativer Eingriff kann zum Beispiel nötig sein, weil die Ursache der Schultergelenkentzündung nicht anders zu behandeln ist oder wenn sich der Zustand der Schulter trotz regelmäßiger Behandlung auch nach sechs Monaten noch nicht gebessert oder sogar verschlechtert hat.

Die fachsprachliche Bezeichnung für die Schultergelenkentzündung lautet Periarthritis humeroscapularis.

Frozen Shoulder (Schultersteife): Video






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