Frozen Shoulder, Schultergelenk­entzündung: Ursachen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (22. April 2016)

Eine Schultergelenkentzündung (Frozen Shoulder) kann verschiedene Ursachen haben: Als Auslöser für die mit einer Schultersteife einhergehende Entzündung im Schultergelenk kommen Veränderungen im Bereich jeder einzelnen Struktur infrage, die am Aufbau des Schultergelenks beteiligt ist – also Knochen, Sehnen, Bänder, Muskeln und Schleimbeutel. Mögliche Gründe für diese Veränderungen im Schultergelenk sind Unfälle, Verletzungen, aber auch Abnutzung. In jedem Fall kann eine Ruhigstellung der Schulter eine Versteifung begünstigen.

Wenn eine steife Schulter auf vorangegangene Schädigungen oder Verletzungen (z.B. wegen einer Operation, Prellung oder Ausrenkung der Schulter) zurückzuführen ist, bezeichnet man dies als sekundäre Frozen Shoulder. Im Einzelnen kommen für eine sekundäre Schultergelenkentzündung mit Schultersteife zum Beispiel folgende Ursachen infrage:

  • Entzündung der Sehnen (Tendinitis)
  • degenerative Veränderungen an den Sehnen (z.B. Einrisse oder Auffaserungen, Rotatorenmanschettenruptur)
  • Verkalkung der Sehnenansätze der Muskeln der Rotatorenmanschette im Schultergelenk
  • Einklemmungen der Muskeln der Rotatorenmanschette zwischen Gelenkkopf und Gelenkpfanne – dies bezeichnet man als Impingementsyndrom
  • Zerreißungen (Rupturen) der Sehnen beziehungsweise Muskeln der Rotatorenmanschette
  • Verdickungen oder Einrisse der Sehnen des Armbeuger-Muskels (Musculus biceps brachii)
  • Schleimbeutelentzündung (Bursitis)
  • Brüche (Frakturen) der am Gelenkaufbau beteiligten Knochen

Oft kommt es jedoch zu einer Schultergelenkentzündung mit Frozen Shoulder, ohne die genauen Ursachen hierfür finden zu können. In dem Fall liegt eine sogenannte primäre Frozen Shoulder vor. Als mögliche Auslöser für deren Entstehung gelten bestimmte Stoffwechselstörungen: Menschen mit Diabetes mellitus oder erhöhter Konzentration von Fetten (Lipiden) im Blut (Hyperlipidämie) entwickeln deutlich häufiger eine Schultergelenkentzündung mit Schultersteife als die restliche Bevölkerung. Darüber hinaus spielt womöglich erbliche Veranlagung eine Rolle.


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