Frozen Shoulder, Schultergelenk­entzündung: Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (22. April 2016)

Um auf eine Schultergelenkentzündung oder Frozen Shoulder schließen zu können, befragt der Arzt den Betroffenen nach seinen Beschwerden und seiner Krankengeschichte (Anamnese) und untersucht ihn im Anschluss. Alles zusammen hilft ihm dabei, die richtige Diagnose zu stellen.

Bei der Untersuchung lässt sich wegen der Entzündung im Schultergelenk oft über bestimmten Punkten der Schulter ein Druckschmerz auslösen. Röntgenaufnahmen der Schulter zeigen in der Regel keine Auffälligkeiten.

Um die Ursachen der Schultergelenkentzündung festzustellen, sind oft weitere Untersuchungen nötig. Gleiches gilt, wenn Zweifel an der Diagnose bestehen oder eine Operation nötig scheint, um die Schultersteife zu beheben. Mithilfe einer Ultraschalluntersuchung (Sonographie) kann der Arzt vor allem die Muskeln, Sehnen und Bänder sowie eventuell vorhandene Gelenkergüsse beurteilen. Bei einer primären Frozen Shoulder – sie entsteht ohne vorangegangene Schädigung oder Verletzung – zeigt das Ultraschallbild jedoch höchstens geringe Veränderungen.

Weitere Aufschlüsse gibt möglicherweise eine Computertomographie (CT) beziehungsweise eine Magnetresonanztomographie (MRT). Diese Untersuchungen sind vor allem vor geplanten Operationen sinnvoll.

In seltenen Fällen kann bei einer Schultergelenkentzündung auch eine Gelenkspiegelung (Arthroskopie) zum Einsatz kommen: Hierbei betrachtet ein Arzt die Gelenkstrukturen mit einem Endoskop. Ein Vorteil der Gelenkspiegelung: Der Arzt kann die Frozen Shoulder nicht nur diagnostizieren, sondern in begrenztem Umfang auch direkt behandeln.


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