Frozen Shoulder, Schultergelenk­entzündung: Definition

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (22. April 2016)

Der Begriff Schultergelenkentzündung bezeichnet verschiedene degenerative Veränderungen im Schultergürtel, die mit einer schmerzhaft eingeschränkten Beweglichkeit der Schultereinhergehen. Diesen Zustand nennt man per Definition auch Frozen Shoulder oder schmerzhafte Schultersteife.

Häufig verwenden Mediziner für die Schultergelenkentzündung oder Frozen Shoulder mehr oder weniger gleichbedeutend auch folgende Bezeichnungen:

  • Periarthritis humeroscapularis
  • Periarthropathia humeroscapularis
  • Periarthrosis humeroscapularis
  • Duplay-Syndrom
  • Immobilisationsarthritis

Periarthritis humeroscapularis

Der fachsprachliche Begriff für die Schultergelenkentzündung (Frozen Shoulder) lautet Periarthritis humeroscapularis. Der erste Teil der Bezeichnung setzt sich aus den griechischen Wörtern peri (um, herum), Arthros (Gelenk) und -itis (Entzündung) zusammen.

Eine Periarthritis ist eine schmerzhafte Entzündung von Weichteilen, Sehnen und Bändern in der Umgebung eines Gelenks. Das am häufigsten von einer Periarthritis betroffene Gelenk ist das Schultergelenk, genauer: das Gelenk zwischen dem Oberarmknochen (= Humerus) und dem Schulterblatt (= Scapula). Zusammengesetzt ergibt sich der Ausdruck Periarthritis humeroscapularis.

Eine schematische Darstellung eines Schultergelenks von vorne.

Anatomie der Schulter von vorne

Häufigkeit

Die Schultergelenkentzündung (Frozen Shoulder) tritt mit größter Häufigkeit im Alter von 40 bis 60 Jahren auf, wobei Männer und Frauen gleichermaßen betroffen sind. Jedes Jahr entwickeln etwa 2 bis 5 Prozent der Gesamtbevölkerung eine schmerzbedingte Bewegungseinschränkungen der Schulter; deutlich häufiger tritt die Schultersteife bei Menschen mit bestimmten Stoffwechselstörungen (erhöhte Blutfettwerte bzw. Hyperlipidämie und Diabetes mellitus) auf.


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