Schultereckgelenksprengung: Verlauf

Veröffentlicht von: Astrid Clasen (12. April 2016)

Prognose

Bei einer Schultereckgelenksprengung ist die Prognose meist günstig: Wenn die Verletzung des Schultereckgelenks ausgeheilt ist, treten in mehr als 90 Prozent der Fälle keine Beschwerden im Alltag und beim Sport auf. Teilweise können nach Verletzungen von Grad II und Grad III jedoch Schulterschmerzen oder eine dauerhafte (chronische) Gelenkinstabilität zurückbleiben. Der Arm ist dann in seiner Funktion eingeschränkt.

Seltene Spätfolge einer Schultereckgelenksprengung ist ein vorzeitiger Verschleiß (Arthrose) im Schultereckgelenk: Wenn durch diese Veränderung im weiteren Verlauf chronische Schmerzen entstehen, ist es unter Umständen erforderlich, das äußere Ende des Schlüsselbeins operativ zu entfernen.

Nachsorge

Nach abgeschlossener Behandlung einer Schultereckgelenksprengung ist eine geeignete Nachsorge wichtig: Eine konsequente Krankengymnastik ist entscheidend für den Rehabilitationsprozess.

Nach einer leichten Schultereckgelenksprengung (Tossy 1 oder 2) sind, sobald die Schmerzen nachlassen, wieder sportliche Aktivitäten möglich – die Sportart darf die betroffene Schulter jedoch nicht beanspruchen. Meistens dauert die Sportpause ein bis zwei Wochen. Bei den konservativ behandelten Grad-III-Verletzungen ist die Behandlung vergleichbar, die Sportpause beträgt dann etwa drei bis vier Wochen.

Bei einer operativ behandelten Schultereckgelenksprengung ist es ratsam, den Arm nach der Operation ungefähr sechs Wochen lang nur bis zu einem Winkel von 90 Grad vom Körper abzuspreizen. Nach sechs Wochen entfernt der Arzt die eingesetzten Metallteile. Die anschließende Nachsorge besteht aus krankengymnastischen Übungen, bis die Schulter wieder voll beweglich ist. Meist ist die Schulter zwölf Wochen nach der Verletzung wieder vollständig belastbar.


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