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Schultereckgelenk­sprengung: Therapie

Veröffentlicht von: Dr. med. Fabian Weiland (12. Februar 2014)

Bei einer Schultereckgelenksprengung hängt die Therapie vom Schweregrad der Verletzung ab.

Als Sofortmaßnahme ist es bei einer Schultereckgelenksprengung in jedem Fall hilfreich, den Arm in einer Schonhaltung vor dem Bauch zu stabilisieren: Dadurch spüren Sie die über dem Schultereckgelenk auftretenden Schmerzen meist kaum noch. Um den Arm ruhig zu stellen, ist eine Armschlinge mit einem Dreieckstuch geeignet. Ein aufgelegter Eisbeutel lindert die Schmerzen und verringert die Schwellung infolge der Schultereckgelenksprengung. Die weiteren Therapie-Maßnahmen ergeben sich aus der ärztlichen Diagnose.

Bei Zerrungen oder Teilverletzungen des Schultergelenks beträgt der Schweregrad der Schultereckgelenksprengung (nach Rockwood bzw. Tossy) 1 oder 2: In dem Fall macht die Schultereckgelenksprengung zur Therapie in der Regel keine Operation notwendig – nicht-operative (bzw. konservative) Maßnahmen reichen dann völlig aus.

Wenn der Schweregrad der Schultereckgelenksprengung (nach Rockwood bzw. Tossy) 3 lautet, sind alle Bänder vollständig zerrissen: Dann besteht grundsätzlich die Möglichkeit, die Schultereckgelenksprengung konservativ oder operativ zu behandeln. Die Entscheidung, ob bei einer Schultereckgelenksprengung vom Grad III eine Operation sinnvoll ist, hängt vom Einzelfall ab und erfolgt in Absprache mit einem Spezialisten (Sportarzt, Unfallchirurg, Orthopäde).

Nicht-operative Therapie

Bei einer leichteren Schultereckgelenksprengung mit Zerrungen oder Teilverletzungen des Schultergelenks (Tossy 1 und 2) sind zur Therapie meist konservative Maßnahmen ausreichend. Bei der Schultereckgelenksprengung besteht die nicht-operative Therapie darin, das verletzte Schultergelenk für eine Dauer von wenigen Tagen mit einem speziellen Verband (Gilchrist-Verband) ruhig zu stellen, bis der Schulterschmerz nachlässt. Wenn Sie über dem Schultereckgelenk keine Schmerzen mehr haben, schließt sich Krankengymnastik an.

Auch bei einer schwereren Schultereckgelenksprengung (Tossy 3) kann eine nicht-operative Therapie erfolgreich sein: Selbst wenn die Bänder vollständig zerrissen sind und das Schultergelenk vollständig verschoben ist, treten fast immer auch bei rein konservativer Behandlung langfristig keine Beschwerden auf. Auch die dann zurückleibende Gelenkstufe ist erträglich. Allerdings kann besonders bei jungen und körperlich aktiven Menschen (z.B. Sportlern) in diesem Fall eine operative Behandlung empfehlenswert sein.






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