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Schultereckgelenksprengung: Therapie

Veröffentlicht von: Dr. med. Fabian WeilandMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei einer Schultereckgelenksprengung hängt die Therapie vom Schweregrad der Verletzung ab. Als Sofortmaßnahme ist es in jedem Fall hilfreich, den Arm in einer Schonhaltung vor dem Bauch zu stabilisieren: Dadurch spüren Sie die über dem Schultereckgelenk auftretenden Schmerzen meist kaum noch. Um den Arm ruhig zu stellen, ist eine Armschlinge mit einem Dreieckstuch geeignet. Ein aufgelegter Eisbeutel lindert die durch die Schultereckgelenksprengung verursachten Schmerzen und verringert die Schwellung. Die weiteren Behandlungsmaßnahmen ergeben sich aus der ärztlichen Diagnose:

Bei Zerrungen oder Teilverletzungen des Schultergelenks beträgt der Schweregrad der Schultereckgelenksprengung (nach Rockwood bzw. Tossy) 1 oder 2. In dem Fall macht die Schultereckgelenksprengung zur Therapie in der Regel keine Operation notwendig – konservative Maßnahmen reichen dann völlig aus.

Wenn der Schweregrad der Schultereckgelenksprengung (nach Rockwood bzw. Tossy) 3 lautet, liegt eine vollständige Zerreißung aller Bänder vor. In dem Fall kann die Therapie sowohl konservativ als auch (z.B. bei sportlich aktiven Menschen) operativ erfolgen. Für Letzteres spricht, dass man das Schultereckgelenk in seiner Anatomie nur durch eine Operation wiederherstellen kann und dass die Risiken und Unannehmlichkeiten der operativen Behandlung dabei vergleichsweise gering sind. Gegen die Operation spricht, dass eine nach der Schultereckgelenksprengung zurückbleibende Gelenkstufe erträglich ist und in den meisten Fällen später keinerlei Beschwerden bestehen. Die Entscheidung, ob bei einer Schultereckgelenksprengung vom Grad III eine Operation ratsam ist, hängt vom Einzelfall ab und erfolgt in Absprache mit einem Spezialisten (Sportarzt, Unfallchirurg, Orthopäde).

Weiterlesen: Schultereckgelenksprengung: Therapie – Nicht-operative Therapie

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