Schultereckgelenksprengung: Definition

Veröffentlicht von: Astrid Clasen (12. April 2016)

Die Schultereckgelenksprengung ist eine Verletzung des Schultereckgelenks, bei der die Kapsel und die Bänder des Gelenks gezerrt beziehungsweise unvollständig oder vollständig zerrissen sind.

Mediziner bezeichnen das Schultereckgelenk auch als Akromioklavikulargelenk (bzw. Acromioclaviculargelenk, Abk. AC-Gelenk). Weitere Bezeichnungen für die Schultereckgelenksprengung lauten:

  • AC-Gelenksprengung oder ACG-Sprengung
  • Schultereckgelenksverrenkung
  • Akromioklavikulargelenkluxation

Das Schultereckgelenk bildet die gelenkige Verbindung zwischen dem äußeren Ende des Schlüsselbeins (Klavikula) und dem Schulterdachfortsatz (Akromion) des Schulterblatts. Zwischen den Knorpelflächen des Gelenks liegt eine Bandscheibe (Discus intraarticularis). Normalerweise stabilisieren die Gelenkkapsel und die zusätzlichen Bänder, die außerhalb des Gelenks liegen, das Schultereckgelenk. Daher kann eine Schultereckgelenksprengung – je nach Ausmaß der Verletzung – dazu führen, dass das Gelenk instabil ist.

Anatomie der Schulter vor vorne: Das Schultereckgelenk (Acromioclaviculargelenk) verbindet das äußere Ende des Schlüsselbeins (Clavicula) mit dem Schulterdachfortsatz (Acromion) des Schulterblatts.

Häufigkeit

Die Schultereckgelenksprengung ist eine häufige Verletzung: Bei etwa 10 bis 12 Prozent aller Verletzungen im Bereich des Schultergürtels handelt es sich um ein verletztes Schultereckgelenk. Die Verletzung entsteht fast immer durch einen direkten Sturz auf die Schulter.


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