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Schürfwunde: So werden Hautabschürfungen behandelt

Veröffentlicht von: Till von Bracht (23. Februar 2016)

© iStock

Gerade noch war das Kind freudestrahlend auf dem Laufrad unterwegs, schon liegt es im nächsten Augenblick laut schreiend auf dem Bürgersteig: Der Ellbogen ist aufgeschürft und blutet. Eine Schürfwunde ist im Prinzip nicht gefährlich – Eltern können die Heilung allerdings beschleunigen, indem sie die Schürfwunde rasch behandeln.

Wenn die Wunde verschmutzt ist, sollten Sie sie möglichst schnell unter kaltem, fließenden Wasser säubern. Kleinere Schürfwunden können Sie anschließend mit einem gut verträglichen Desinfektionsmittel bestreichen und mit einem Pflaster abdecken – dies schützt die verletzte Stelle vor Verunreinigung und Reibung. 

Fast jedes Kind zieht sich früher oder später eine Schürfwunde zu. Die gute Nachricht: Schürfwunden sehen zwar oft dramatisch aus und können auch ziemlich schmerzhaft sein – in der Regel heilen sie aber innerhalb weniger Tage ab, ohne dass eine Narbe zurückbleibt.

Wie der Name schon sagt, entsteht eine Schürfwunde durch Abschürfung der Haut. Typische Situationen, die zu Schürfwunden führen, sind Streifstürze (z.B. beim Fahrradfahren oder Inlineskaten) oder das Streifen einer grob verputzten Wand, was zum Beispiel eine Schürfwunde am Knie oder Ellenbogen verursachen kann.

Die dabei entstandene Wunde zeigt typischerweise unregelmäßige Wundränder. Die Schürfwunde nässt außerdem und geht mit einem Wundschmerz einher. Je nach Unfallhergang können Schürfwunden zusätzlich stark verunreinigt sein und Fremdkörper enthalten.

Ist nur die Oberhaut verletzt, tritt kein Blut aus und die Schürfwunde infiziert sich auch nicht so leicht. Eine tiefe Schürfwunde blutet jedoch mehr oder weniger stark. Dann können auch leichter Keime eindringen – dies kann ohne sachgemäße und rechtzeitige Reinigung dazu führen, dass die Schürfwunde eitert.

Schürfwunden richtig behandeln

Schürfwunden sofort richtig zu behandeln ist wichtig, weil dies großen Einfluss auf die Heilungsdauer hat. Wie die richtige Behandlung einer Schürfwunde genau aussieht, hängt davon ab, wie tief die Verletzung ist. 

In der Regel macht eine kleinere Schürfwunde keine besondere Behandlung erforderlich: Die natürliche Wundheilung reicht aus, damit sich die Schürfwunde nicht entzündet. Es genügt, die Verletzung schnell vorsichtig unter fließendem Wasser zu säubern. Ein Pflaster hält die Schürfwunde feucht und bewahrt sie so vor vollständigem Austrocknen und dickem Schorf. Dies fördert die Heilung, da in eine feuchte Wunde dauerhaft Wundsekret nachfließen kann. 

Bei einer schwereren Schürfwunde mit großflächigen Hautabschürfungen können sich jedoch Infektionen ausbreiten, die eine verzögerte Wundheilung zur Folge haben: Eine eitrige Schürfwunde heilt nicht so schnell wie eine sauber verschlossene. Daher ist es ratsam, eine großflächige, blutende und verschmutzte Schürfwunde zum Schutz vor Keimen mit einem sterilen Verband abzudecken und sie dann ärztlich versorgen zu lassen.

Bei jeder Schürfwunde ist es ratsam, den Impfschutz zu prüfen und gegebenenfalls die Schutzimpfung gegen Tetanus aufzufrischen.

Obwohl Schürfwunden mit starken Schmerzen verbunden sein können, heilen sie meist problemlos und ohne dass sich Narben bilden. Dennoch ist es empfehlenswert, bei Aktivitäten, die mit einem hohen Risiko für Stürze mit Streifverletzungen verbunden sind (z.B. Inlineskaten, Zweiradfahren), entsprechende Schutzbekleidung zu tragen: So kann man einer Schürfwunde weitgehend vorbeugen.

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