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Schnittwunde

Veröffentlicht von: Till von Bracht (23. Mai 2013)

Die Schnittwunde (v.a. am Finger) gehört zu den häufigsten Verletzungen überhaupt: Ob beim Hantieren mit Messer, Schere, Skalpell, Klingenrasierer, Bruchscherben oder Papier – kurz nicht aufgepasst, und schon schneidet man sich.

Eine Schnittwunde ist eine mechanische Verletzung durch einen scharfkantigen Gegenstand. Typischerweise hat die Wunde glatte Wundränder, blutet meist stark und geht mit einem Wundschmerz einher. Schnittverletzungen können aber unterschiedlich tief sein: So können nur die oberen, aber auch alle Schichten der Haut bei Schnittwunden durchtrennt sein. Wenn zusätzlich Blutgefäße, Nerven oder Sehnen verletzt sind, können zum Beispiel folgende Symptome auftreten:

  • starke, pulsierende oder spritzende Blutung bei einer durchtrennten Arterie
  • Bewegungseinschränkungen bei einer verletzten Sehne
  • Lähmungen oder Gefühlsstörungen bei einem verletzten Nerv

Wie Schnittwunden zu versorgen sind, hängt von ihrem Ausmaß ab: Eine oberflächliche Schnittwunde stellt, sofern sie nicht verunreinigt und mit Keimen infiziert ist, keine problematische Verletzung dar. Eine solche Schnittwunde kann man selbst mit einem Pflaster versorgen.

Eine tiefe Schnittwunde kann jedoch zu Komplikationen führen: Blutet eine Schnittverletzung stark, kann es zu einem Kreislaufschock kommen; dann steht zunächst die rasche Blutstillung im Vordergrund. Tiefere Schnittwunden optimal zu behandeln bedeutet außerdem, die Wunden primär zu verschließen: Dazu ist es nötig, innerhalb von höchstens sechs Stunden nach ihrer Entstehung jede tiefe Schnittwunde zu nähen, klammern oder kleben (d.h. mit Gewebekleber verschließen). Da ein solcher primärer Wundverschluss nur bei frischen Schnittwunden möglich ist, gilt es, das Zeitfenster von sechs Stunden nach Möglichkeit einzuhalten.

Wenn keine Begleitverletzungen vorliegen, heilt die Schnittwunde bei schneller und optimaler Versorgung komplikationslos ab. Zurück bleibt nur eine kleine Narbe. Durch eine verspätete Wundbehandlung, Begleitverletzungen oder eine Verunreinigung der Schnittwunde dauert die Heilung länger.






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