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Schmerzen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (22. Dezember 2015)

© Jupiterimages/Stockbyte

Schmerzen sind eine unangenehme Sinneswahrnehmung – ähnlich wie der Mensch Hitze, Kälte oder Berührungen empfindet, nimmt er auch Schmerzen wahr.

Akute Schmerzen sind ein Hinweis des Körpers, dass im Moment irgendetwas nicht stimmt – so können Schmerzen zum Beispiel auf äußere oder innere Verletzungen hindeuten oder auf unterschiedliche Erkrankungen.

Schmerzen sind nicht gleich Schmerzen. Grundsätzlich können Schmerzen

  • plötzlich auftreten (akuter Schmerz)
  • oder sich stetig entwickeln und dabei länger anhalten und wiederkehren (chronischer Schmerz).

Bei einem akuten Schmerz ist die Ursache meist eindeutig erkennbar und der Betroffene selbst oder ein Arzt können ihn gezielt behandeln. Hierbei kann es sich um Schmerzen durch einen aktuellen Vorfall handeln, etwa eine Verletzung. Akute Schmerzen können aber auch ohne ersichtliche Ursache plötzlich und kurzzeitig auftreten, zum Beispiel ein stechender Kopfschmerz.

In Gefahrensituationen lösen Schmerzen einen Schutzreflex aus. Fasst man beispielsweise mit der Hand auf eine heiße Herdplatte, aktiviert das nicht nur die Wärmerezeptoren der Haut, sondern auch die Schmerzrezeptoren. Diese signalisieren, die Hand von der heißen Herdplatte zu entfernen, um schwerere Verletzungen zu vermeiden.

Hält der Schmerz jedoch über einen längeren Zeitraum an, kann er seinen Warncharakter verlieren und sich zu einer eigenständigen Erkrankung entwickeln, dem chronischen Schmerz. Hierbei hat der Körper über die Zeit eine Art Schmerzgedächtnis entwickelt. Dies führt dazu, dass der Mensch dauerhaft Schmerzen empfindet.

Die Zeitgrenze, ab der Mediziner Schmerzen als chronisch bezeichnen, liegt bei drei Monaten. Etwa jeder fünfte Patient, der einen Hausarzt aufsucht, leidet unter chronischen Schmerzen. Rücken- und Gelenkschmerzen zählen dabei zu den häufigsten Beschwerden.

Das Bild zeigt eine Frau mit Schulterschmerzen, die ihre Schulter hält. © Jupiterimages/iStockphoto

Schmerzen können den Alltag stark einschränken.

Schmerzen haben nicht immer eine körperliche Ursache. Manchmal kommt es auch im Verlauf psychischer Erkrankungen (wie einer Depression) zu Schmerzempfindungen, die jedoch eher auf psychische Faktoren zurückzuführen sind. Anhaltende Schmerzen können allerdings umgekehrt auch zu einer Depression führen.

Eine besondere Art von Schmerz sind auch die sogenannten Phantomschmerzen. Diese können nach der Amputation einer Gliedmaße auftreten. Der Betroffene empfindet dann zum Beispiel Schmerzen im Bein, obwohl dieses amputiert ist.

Akute wie auch chronische Schmerzen erfordern oftmals eine Schmerztherapie. Bei leichten Schmerzen kommen Schmerzmittel mit den Wirkstoffen Paracetamol, Acetylsalicylsäure, Ibuprofen, Diclofenac oder Naproxen zum Einsatz. Bei stärkeren Schmerzen verschreibt der Arzt auch Schmerzmittel, die dem Betäubungsmittelgesetz unterliegen, beispielsweise Morphium oder Tilidin.

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