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Schmerzen: Ursachen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (22. Dezember 2015)

Für Schmerzen kommen viele verschiedene Ursachen infrage. Grund hierfür sind unterschiedliche Mechanismen, die das Körpergewebe schädigen und so Schmerzen auslösen können, etwa zu niedrige und zu hohe Temperaturen (z.B. Erfrierungen oder Verbrennungen), Gewalteinwirkung (z.B. Stich- und Schnittverletzungen) oder giftige Substanzen (z.B. Säure).

Das Schmerzempfinden ist allerdings nicht allein eine Reaktion auf Gewebeschäden, sondern an eine komplexe Verarbeitung durch das Nervensystem geknüpft. So können Schmerzen auch psychische Ursachen haben – und jede Art von Schmerz kann sich zum chronischen Schmerz entwickeln. Schmerzen gelten als chronisch, wenn sie über mindestens sechs Monate bestehen. Häufig treten sie begleitend zu einer Erkrankung auf, bestehen jedoch noch über diese hinaus weiter. Auch Schmerzen ohne klare Ursachen kommen häufig vor.

Schmerz kann auf vier unterschiedliche Arten entstehen:

Schmerzentstehung

Art des Schmerzes Wahrnehmung Ursache
physiologisch/nozizeptiv Wahrnehmung über Schmerzrezeptoren (Nozizeptoren) thermische, chemische und mechanische Reize
neuropathisch Nervenschmerz, Nervenschädigungen außerhalb des zentralen Nervensystems (ZNS) Amputation, Viren, Diabetes mellitus
zentral Nervenschmerz, Nervenschädigungen innerhalb des ZNS, also im Gehirn oder Rückenmark Querschnittslähmung, Viren, multiple Sklerose, Hirnschlag
psychosomatisch Ausdruck seelischer Belastung keine organische Ursache

Psychosomatische Einflüsse

Der Begriff "psychosomatisch" umfasst die Wörter psyche (Seele) und soma (Körper). Psychosomatische Erkrankungen sind damit die Äußerung seelischer Probleme oder Krankheiten, die sich in Form von körperlichen Beschwerden zeigen. Dasselbe gilt auch andersherum: Körperliche Beschwerden können ihrerseits psychische Probleme nach sich ziehen.

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Das vegetative Nervensystem bildet eine Brücke zwischen Psyche und Körper. So kann es bei Angst- oder Stresssituationen beispielsweise zu erhöhtem Herzschlag und gesteigerter Durchblutung kommen. Dauert die Überbelastung zu lange an, können psychosomatische (somatoforme) Störungen auftreten. Äußern sich diese in dauerhaften Schmerzen, so entsteht wiederum eine Stresssituation und der Teufelskreis schließt sich.

Unabhängig von der Ursache führt Schmerz zu einer reflexhaften Spannung in der jeweiligen Muskelpartie. Diese wiederum verursacht erneuten Schmerz, der weitere Muskelanspannungen nach sich zieht. Grundsätzlich verursacht Stress eine erhöhte Muskelspannung. Es hat sich gezeigt, dass Schmerzpatienten eine stärkere Neigung haben, auf Stress mit Muskelspannung zu reagieren und auch längere Zeit brauchen, um diese Anspannung abzubauen. Sie zeigen also eine besondere Anfälligkeit für diesen Teufelskreis von Muskelspannung und Schmerzen.

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