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Schmerzen: Schmerzmittel-Therapie

Veröffentlicht von: Till von Bracht (11. August 2014)

Um den Schmerzkreislauf bei chronischen Schmerzen kurzzeitig zu unterbrechen, kann der Arzt zur Schmerztherapie zum Beispiel den Wirkstoff Lidocain (ein örtliches Betäubungsmittel) spritzen oder die Schmerzen mittels Vereisung (Kryoanalgesie) stoppen.

Schmerzmittel spielen in Akutsituationen (z.B. nach einem Unfall oder nach Operationen) aber auch in der Therapie vieler chronischer Erkrankungen wie Arthrose oder bei Krebserkrankungen eine sehr wichtige Rolle. Generell sollte ein Arzt die medikamentöse Schmerztherapie begleiten, um Nebenwirkungen frühzeitig zu erkennen und eine Medikamentenabhängigkeit zu verhindern.

Die Basismedikation der Schmerztherapie besteht aus nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR, Schmerzmittel ohne Kortison) bei schwachen chronischen Schmerzen und aus Opioiden bei mittleren bis schweren Schmerzen.

Typische Vertreter der NSAR sind Acetylsalicylsäure oder Ibuprofen. Zu den Opioiden zählen hingegen Wirkstoffe wie Tilidin, Tramadol oder Buprenorphin. Besonders bei neuropathischen Schmerzen (Nervenschmerzen) können einige Antidepressiva (z.B. Amitriptylin) zusätzlich sinnvoll sein.

Schmerzmittel lindern zwar die Schmerzen, an der Ursache der Schmerzen ändern sie jedoch in der Regel nichts. Allerdings können die Medikamente dafür sorgen, dass der Betroffene schmerzfrei ist und sich so zum Beispiel die verkrampfte Muskulatur bei Rückenschmerzen wieder lockert. In manchen Fällen können auch natürliche Präparate wie das stimmungsstabilisierende Johanniskraut eine Schmerztherapie sinnvoll ergänzen – aber auch bei diesen Medikamenten gilt: Besprechen Sie die Einnahme mit Ihrem behandelnden Arzt!

Eine Langzeiteinnahme von Schmerzmitteln kann mit verschiedenen Nebenwirkungen einhergehen, etwa einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Magenproblemen. Besprechen Sie die Dosierung und Anwendungsdauer von Schmerzmitteln daher immer mit Ihrem Arzt!

Nicht-medikamentöse Therapie

Um Stresszustände und muskuläre Verspannungen zu lindern und so in den Schmerzkreislauf einzugreifen, empfehlen sich je nach Art und Auftreten des Schmerzes

Ergänzend zur Schmerztherapie ist außerdem eine Psychotherapie oder Verhaltenstherapie ratsam. Ein wichtiges Ziel dabei ist, die Lebensumstände zu analysieren und möglicherweise zu ändern.






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