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Forenexperte: Dr. med. Christoph Wachter
Forum Chronische Schmerzen
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Stand: 30. April 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
In dieser Form der Schmerztherapie soll der Betroffene lernen, hinderliche "Kognitionen" zu erkennen und zu kontrollieren. Unter solchen schmerzbezogenen Kognitionen versteht man negative Gedanken und Bewertungen des Schmerzes, die ein Gefühl der Machtlosigkeit hervorrufen. Gelingt es, den Schmerz als herausfordernde Belastung anzusehen, steigt die eigene Überzeugung, das Leid kontrollieren zu können. Infolgedessen sinkt die Angst vor dem Schmerz und möglicherweise schmerzverursachende Situationen werden seltener gemieden.
Um den Umgang mit dem Schmerz zu erleichtern, soll der Betroffene sich auf die objektive Schmerzwahrnehmung konzentrieren und dabei die emotionale Komponente zurückstellen: Die genaue Beschreibung von Ort, Dauer und Stärke des Schmerzreizes ermöglicht es, zumindest vorübergehend die Rolle eines unbeteiligten Beobachters einzunehmen.
Als weitere Strategie können individuell verfügbare innere und äußere Ablenkungsmöglichkeiten gesammelt und geübt werden (z.B. angenehme innere Bilder oder attraktive Aktivitäten). So soll die erhöhte Aufmerksamkeit für Schmerzreize (und die dadurch bedingte verstärkte Schmerzwahrnehmung) verringert werden. Auch verändert sich die Bewertung des Schmerzes positiv, wenn der Betroffene gelernt hat, schon den ersten Schmerzimpuls als einen Hinweis zu sehen und sich eine angenehme Ablenkung als Bewältigungsstrategie zu suchen.
Treten chronische Schmerzen als Folge einer psychischen Erkrankung auf (z.B. einer Depression), steht die Therapie dieser Erkrankung im Vordergrund. Dennoch können ergänzend Methoden der Schmerzbehandlung eingesetzt werden.
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