Schmerzen: mögliche Symptome

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (20. April 2017)

An der Verarbeitung von Schmerzreizen sind verschiedene Nervenstrukturen beteiligt, sodass sich Schmerzen und ihre Symptome in mehrere Bestandteile unterteilen lassen: Auf der sogenannten sensorischen (wahrnehmenden) Ebene registriert der Körper Ort, Dauer und Stärke der Schmerzen.

Das durch den Schmerz hervorgerufene Unwohlsein bezeichnet man als affektive Komponente: Das Nervensystem reagiert reflexhaft – und körperliche Symptome, wie etwa Schwitzen und Übelkeit, treten auf. Schmerzen lösen aber auch motorische Reaktionen, also Reaktionen in Form von Muskelbewegung aus. Diese äußern sich zum Beispiel durch Muskelverspannungen. Akute Schmerzen führen mitunter auch zu plötzlich veränderter Mimik und Gestik, beispielsweise wenn jemand das Gesicht vor Schmerzen verzieht, wenn er sich den Fuß anstößt. Insbesondere chronische Schmerzen sieht man den Betroffenen allerdings nicht unbedingt an, selbst wenn die Schmerzen stark sind.

Viele Menschen mit Schmerzen reagieren darauf, indem sie sich schonen, um nicht weiteren Schmerzen hervorzurufen. Das kann bei akuten Schmerzen für eine kurze Zeit auch durchaus sinnvoll sind. Häufig ziehen sich Betroffene mit chronischen Schmerzen über längere Zeit jedoch immer mehr aus ihrem Bekannten- und Freundeskreis zurück, weil sie sich nicht in der Lage sehen, am sozialen Leben teilzunehmen. Als Reaktion darauf kann es unter Umständen zu Folgen wie Ängsten und Depressionen kommen.

Zudem besteht die Gefahr einer Medikamentenabhängigkeit, da die Betroffenen oft immer höhere Dosen von Schmerzmitteln brauchen, um (annähernd) schmerzfrei zu sein und am Alltag teilnehmen zu können.

Bei plötzlich auftretenden starken Schmerzen sowie bei länger anhaltenden Schmerzen, die mit weiteren Beschwerden (z.B. Fieber) einhergehen, sollten Sie nicht zögern einen Arzt aufzusuchen, um spätere Komplikationen zu vermeiden!


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