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Schmerzen: Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (22. Dezember 2015)

Um bei Schmerzen eine möglichst genaue Diagnose stellen zu können, sind folgende Informationen wichtig:

  • Krankheitsgeschichte (Anamnese), z.B. Vorerkrankungen, Unfälle, Verletzungen
  • psychosoziales Umfeld
  • belastende Faktoren, z.B. Stress, Trauer

Im Anschluss an das Erstgespräch führt der Arzt einige körperliche, neurologische und orthopädische Untersuchungen durch. Mithilfe von sogenannten bildgebenden Verfahren kann er außerdem organische Ursachen der Schmerzen erkennen beziehungsweise ausschließen. Zu den bildgebenden Verfahren, die im Rahmen der Schmerz-Diagnose häufig zum Einsatz kommen, zählen unter anderem Röntgenuntersuchungen, Ultraschalluntersuchungen (Sonographie), Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie (MRT), Elektroenzephalogramm (EEG) und Elektrokardiogramm (EKG).

Schmerzen sind nur in begrenztem Ausmaß messbar. Bei bestimmten Schmerzformen (z.B. Spannungskopfschmerz) kann man objektive Daten gewinnen – etwa durch die Messung der Muskelspannung. Allerdings lassen diese Daten nur begrenzt Aussagen über den Schmerz zu, da dieser eine subjektive und damit individuell unterschiedliche Empfindung ist.

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Bei Schmerzen stützt sich die Diagnose deshalb auf subjektive Aussagen: So werden die Betroffenen gebeten, die Schmerzstärke anhand einer Skala anzugeben (etwa mit einer Zahl zwischen "0 = kein Schmerz" und "10 = stärkster vorstellbarer Schmerz"). In einem Schmerztagebuch sollen die Betroffenen über mehrere Wochen mehrmals täglich den Ort, die Stärke und die Dauer der Schmerzen beschreiben und Angaben dazu machen, wie viel und welche Schmerzmittel sie eingenommen und wie stark sie sich durch die Schmerzen beeinträchtigt gefühlt haben.

Um neben der Schmerzintensität auch die Qualität des Schmerzempfindens einzuschätzen, können eine genaue Beschreibung der Schmerzen (brennend, ziehend, klopfend etc.), der allgemeinen emotionalen Stimmung und eine Bewertung der Schmerzen sinnvoll sein. Alle diese Angaben helfen dabei, den individuellen Verlauf der Schmerzen und der zugrunde liegenden Erkrankung sowie den Erfolg ihrer Behandlung zu beurteilen.

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