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Schlüsselbeinbruch (Klavikulafraktur)

Veröffentlicht von: Till von Bracht (03. März 2016)

© Jupiterimages/Stockbyte

Der Schlüsselbeinbruch (Klavikulafraktur) ist – besonders bei Kindern und Jugendlichen – eine sehr häufige Verletzung. Bei unter Fünfjährigen bricht das Schlüsselbein sogar häufiger als jeder andere Knochen. Die gute Nachricht: Ein Schlüsselbeinbruch zählt zu den ungefährlichsten Knochenbrüchen – eine Operation ist nur selten nötig. 

In seltenen Fällen kann es sogar vorkommen, dass sich ein neugeborenes Baby bei der Geburt das Schlüsselbein bricht – dies tritt etwa bei einem von 200 Neugeborenen auf. Die Babys fallen dadurch auf, dass sie den betroffenen Arm schonen und beim Anziehen schreien. Ein Schlüsselbeinbruch bei Babys erfordert in der Regel keine spezielle Therapie: Eltern sollten ihr Kind nur auf die gesunde Seite legen und vorsichtig an- und ausziehen – nach etwa ein bis drei Wochen ist das Schlüsselbein dann wieder verheilt. 

Das Schlüsselbein (bzw. die Klavikula) ist ein etwa handlanger Röhrenknochen, der das Schulterblatt mit dem Brustkorb am Brustbein verbindet. Durch einen Sturz auf die Schulter oder auf den ausgestreckten Arm kann das Schlüsselbein brechen – Ärzte sprechen dann von einer sogenannten Klavikulafraktur. Neben Stürzen können beispielsweise auch Verkehrsunfälle (durch den Sicherheitsgurt) oder eben eine schwere Geburt (beim Baby) zu einem Schlüsselbeinbruch führen.

Das Bild zeigt eine Röntgenaufnahme eines Schlüsselbeinbruchs. © iStock

Egal ob beim Radfahren, Reiten oder Fußballspielen – ein Schlüsselbein bricht öfter einmal. Auf einem Röntgenbild kann der Arzt einen Schlüsselbeinbruch gut erkennen und abschätzen, ob zur Behandlung eine Operation nötig ist.

Die Klavikulafraktur kann verschiedene Symptome hervorrufen: Typischerweise führt ein Schlüsselbeinbruch zu Schmerzen am Schlüsselbein– vor allem wenn man den Arm der betroffenen Seite bewegt oder Druck auf die Schulter ausübt. Oft ist der Bereich über dem gebrochenen Schlüsselbein geschwollen und es kann ein Bluterguss (Hämatom) entstehen.

Wenn bei einem gebrochenen Schlüsselbein die Bruchenden verschoben sind, kann sich außerdem eine sicht- und tastbare Stufe im Schlüsselbein bilden. Manchmal scheint das Schlüsselbein durch den Bruch auch verkürzt zu sein.

Wenn Sie nach einem Sturz unter Schulterschmerzen leiden, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Der Arzt kann einen Schlüsselbeinbruch sicher diagnostizieren, indem er eine Röntgenaufnahme anfertigt. Auch eine Computertomographie ist möglich.

Heilung und Heilungsdauer

Im Volksmund heißt es: "Ein Schlüsselbeinbruch heilt ohne Arzt, mit Arzt und trotz Arzt." Es stimmt zwar, dass ein Schlüsselbeinbruch auch ohne ärztliche Behandlung verheilt, allerdings besteht das Risiko, dass der Knochen schief zusammengewächst. In der Regel reicht beim Schlüsselbeinbruch zur Therapie ein Rucksackverband oder eine Schlinge, um das Schlüsselbein 3 bis 4 Wochen lang ruhig zu stellen.

Insgesamt ist beim Schlüsselbeinbruch mit einer Heilungsdauer von 6 bis 8 Wochen zu rechnen.

In manchen Fällen macht der Schlüsselbeinbruch aber eine Operation notwendig – zum Beispiel, wenn gleichzeitig die unter dem Schlüsselbein liegenden Blutgefäße oder Nerven verletzt oder die Knochenbruchstücke stark verschoben sind. Bei der Operation bringt der Chirurg die Bruchstücke wieder in ihre korrekte Lage und fixiert das Schlüsselbein mit einer Titan- oder Metallplatte.  

Bei einer komplizierten Klavikulafraktur, die eine Operation notwendig macht, kann sich die Heilungsdauer etwas hinauszögern: 12 Wochen nach der Schlüselbein-OP ist der Knochen aber meist stabil ausgeheilt.

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