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Stand: 18. Mai 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Unter Umständen erfordert ein Schlüsselbeinbruch (Klavikulafraktur) zur Therapie eine Operation. Dies gilt in jedem Fall, wenn gleichzeitig die unter dem Schlüsselbein liegenden Blutgefäße oder Nerven verletzt sind. Auch wenn ein offener Bruch am Schlüsselbein vorliegt oder die Knochenbruchstücke stark verschoben sind, ist eine operative Behandlung unumgänglich. Außerdem ist eine Operation notwendig, wenn die Schlüsselbeinfraktur nach vier- bis fünfwöchiger konservativer Behandlung immer noch Beschwerden bereitet.
Beim Schlüsselbeinbruch erfolgt die operativen Therapie unter Vollnarkose. Die Operation beginnt damit, dass der Operateur die Klavikulafraktur freilegt und den Knochen in seine ursprüngliche Lage zurückführt. Gleichzeitig versorgt er eventuell verletzte Gefäße. Anschließend fixiert er die Bruchenden in ihrer korrekten Lage. Dies geschieht zum Beispiel mithilfe von Metallplatten, die der Operateur durch Schrauben mit den Knochen verbindet (Plattenosteosynthese) und die nach etwa einem halben bis einem Jahr wieder entfernt werden, oder mit einer Drahtschlinge, die etwa sechs Wochen im Knochen verbleibt. Nach der Operation erhalten Sie für drei bis vier Tage einen sogenannten Gilchrist-Verband, der Ihren Arm fixiert und so das Schultergelenk ruhig stellt.
Bei einem Schlüsselbeinbruch im äußeren Drittel des Schlüsselbeins können bei der operativen Therapie auch sogenannte Hakenplatten zum Einsatz kommen, die etwa für die Dauer von acht Wochen an Ort und Stelle verbleiben. Solange das Material nach der Operation der Klavikulafraktur noch nicht wieder entfernt ist, dürfen Sie das Schultergelenk nur eingeschränkt bewegen.
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