Schlüsselbeinbruch (Klavikulafraktur): Diagnose

Veröffentlicht von: Till von Bracht (03. März 2016)

Bei einem Schlüsselbeinbruch (Klavikulafraktur) gelingt die Diagnose meist schon anhand der typischen Symptome:

  • Der Oberarm ist meist in Schonhaltung an den Körper angelegt, wobei die Schulter leicht nach vorne geneigt ist.
  • Häufig sind eine Schwellung und ein Bluterguss (Hämatom) am Schlüsselbein (im Bereich über dem Schlüsselbeinbruch) zu sehen; außerdem weist ein gebrochenes Schlüsselbein oft eine sicht- und tastbare Stufe auf.
  • Durch Armbewegungen auf der vom Schlüsselbeinbruch betroffenen Seite oder durch Druck auf die entsprechende Schulter kommt es zu Schmerzen am Schlüsselbein.
  • Wenn man das betroffene Schultergelenk bewegt, entsteht oft ein Reibegeräusch des gebrochenen Knochens (sog. Krepitation).

Um den Verdacht auf einen Schlüsselbeinbruch zu bestätigen und den Bruch örtlich genauer einzugrenzen, ist zur Diagnose eine Röntgenuntersuchung der Schulter und des Schlüsselbeins in mindestens zwei Ebenen nötig. Auf dem Röntgenbild kann der Arzt die Klavikulafraktur meist sicher diagnostizieren. Zudem ist es möglich, anhand der Aufnahme das Ausmaß und die Art der Schlüsselbeinfraktur einzuschätzen.

Allerdings kann es leicht passieren, dass man auf Röntgenbildern einen in der Nähe des Brustbeins liegenden Schlüsselbeinbruch aufgrund von Überlagerungseffekten übersieht. Zur Diagnose ist in solchen Fällen eine Computertomographie (CT) hilfreich, da bei dieser Untersuchungsmethode auch eine kleine Klavikulafraktur zu erkennen ist.

Darüber hinaus ist es bei einem Schlüsselbeinbruch wichtig, im Rahmen der Diagnose zu untersuchen, ob gleichzeitig Nerven und Gefäße, die den Arm der betroffenen Seite versorgen, verletzt sind. Bei derartigen begleitenden Verletzungen ist sowohl die Durchblutung als auch die Empfindsamkeit des Arms gestört. Außerdem kann die Bewegung bestimmter Muskelgruppen eingeschränkt sein. In den meisten Fällen ist es dann ratsam, die Klavikulafraktur zu operieren.


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