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Schlüsselbeinbruch (Klavikulafraktur)

Klassifikation

Stand: 18. Mai 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Ein Schlüsselbeinbruch (Klavikulafraktur) kann verschiedene Brucharten und Bruchstellen aufweisen. Dementsprechend kann man beim Schlüsselbeinbruch verschiedene Frakturtypen unterscheiden. Per Definition erfolgt eine Einteilung oder Klassifikation in die vier folgenden Typen:

  • Typ 1: stabile Fraktur außerhalb (lateral) der Bänder (schultergelenksnah)
  • Typ 2: instabile Fraktur zwischen den äußeren Bändern mit Verschiebung des inneren Schlüsselbeinbruchstücks nach oben (kopfwärts) durch Muskelzug des Kopfwendemuskels (Musculus sternocleidomastoideus)
  • Typ 3: instabile Fraktur innerhalb der äußeren Bandansätze, Fraktur nahe am mittleren Drittel des Schlüsselbeins
  • Typ 4: Besonderheit der kindlichen Schlüsselbeinfraktur, bei welcher der äußere weiche Knochenmantel verschoben, jedoch nicht durchtrennt ist

In etwa 80 Prozent der Fälle tritt der Schlüsselbeinbruch im mittleren Teilstück des Schlüsselbeins auf, da dort der Durchmesser des Knochens am geringsten ist. Bei einer solchen Klavikulafraktur in der Schaftmitte können sich die Bruchenden durch Muskelzug des Kopfwendemuskels (Musculus sternocleidomastoideus) verschieben. In seinen äußeren Bereichen ist das Schlüsselbein nur selten gebrochen, da der Knochen dort dicker und zudem durch zahlreiche Bänder stabilisiert ist.

Weiterlesen: Schlüsselbeinbruch: Ursachen

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