Schleudertrauma: Verlauf & Vorbeugen

Veröffentlicht von: Till von Bracht (14. April 2016)

Verlauf

Beim Schleudertrauma ist der Verlauf von Person zu Person unterschiedlich. Ein leichtes Schleudertrauma heilt meist auch ohne Behandlung innerhalb von Tagen bis Wochen ab. Auch wenn der Arzt keine Verletzung feststellen kann, halten in manchen Fällen die Schmerzen beziehungsweise Beschwerden weiter an.

Warum ein Schleudertrauma in einigen Fällen problemlos verläuft und in anderen Fällen einen chronischen Verlauf nimmt, kann unterschiedliche Ursachen haben – und ist Grundlage verschiedener Diskussionen.

Nimmt ein Schleudertrauma einen chronischen Verlauf, sind verschiedene Gründe denkbar:

  • Die Wirbelsäule war bereits vor dem Schleudertrauma geschädigt, etwa durch Arthrose (Gelenkverschleiß).
  • Betroffene nehmen dauerhaft eine Schonhaltung ein, welches schmerzhafte Verspannungen begünstigt und die Wirbelsäule einseitig belastet.
  • Es bildet sich ein sogenanntes "Schmerzgedächtnis" aus – in einem solchen Fall nimmt der Betroffene Schmerzen auch dann noch wahr, wenn die ursprünglichen Ursachen bereits länger zurückliegen.
  • Betroffene können durch das Schleudertrauma geschockt und verängstigt sein, oder sie werden von anderen bestärkt, sich mehr als nötig zu schonen. Dadurch können die Beschwerden eines Schleudertraumas subjektiv stärker erlebt werden.

Vorbeugen

Einem Schleudertrauma können Sie vorbeugen, indem Sie versuchen, Unfälle zu vermeiden – und sich sowohl im Straßenverkehr als auch im Sportbereich umsichtig verhalten.

Als Sicherheitsmaßnahme im Auto ist die richtige Einstellung der Kopfstütze von Bedeutung. Des Weiteren ist es wichtig, dass Sie bei Verdacht auf ein Schleudertrauma immer einen Arzt aufsuchen. Nur so lassen sich mögliche schwerwiegendere Verletzungen erkennen und behandeln.

Bei einem leichten Schleudertrauma können Sie einem chronischen Verlauf teilweise vorbeugen, indem Sie sich an die Empfehlungen des Arztes halten. Meist ist es sinnvoll, die Wirbelsäule nach einer kurzen Ruhezeit wieder sanft zu belasten und zu bewegen. So vermeidet man eine nachteilige Schonhaltung.


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