Schleudertrauma: Therapie

Veröffentlicht von: Till von Bracht (14. April 2016)

Jahrelang war es in ärztlichen Praxen üblich, die Halswirbelsäule nach einem Schleudertrauma mit einer Schaumstoff-Halskrause oder einer HWS-Schiene ruhig zu stellen. Neuere Untersuchungen belegen jedoch, dass eine langfristige Immobilisation oder eine übertriebene Schonhaltung die Heilung verzögert

Ärzte empfehlen deshalb, bei einem leichten Schleudertrauma die Alltagsaktivitäten nach kurzer Schonung wieder aufzunehmen und den Heilungsprozess mit krankengymnastischen Nackenübungen zu unterstützen. Gegen die Schmerzen helfen in der Regel Muskelrelaxanzien oder Schmerzmittel.

Auch Chiropraktik im Sinne der manuellen Therapie kann bei einem Schleudertrauma angewendet werden. Die manuelle Therapie weist gute Erfolge bei der Behandlung von Übelkeit und Schwindelgefühlen auf, die beim Schleudertrauma auftreten können.

Bei dauerhaften Verspannungen können regelmäßige Wärmeanwendungen und in einigen Fällen Akupunktur schmerzlindernd wirken. 

Nur bei ernsteren Weichteilzerrungen, die durch das Schleudertrauma entstanden sind, kann es nötig sein, dass der Betroffene eine Halskrause trägt. Sind Frakturen der Halswirbelsäule vorhanden, wird der Bereich über längere Zeit ruhig gestellt oder gegebenenfalls operiert.


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