Schleudertrauma: Diagnose

Veröffentlicht von: Till von Bracht (14. April 2016)

Die Diagnose eines Schleudertraumas gestaltet sich oft schwierig. Der Grund: Leichte Verletzungen wie Nackenschmerzen oder Verspannungen lassen sich klinisch oft nicht sicher nachweisen.

Im Wesentlichen basiert die Diagnose daher

  • auf der Unfallgeschichte
  • und den vom Betroffenen beschriebenen Symptomen.

Der Arzt kann eine knöcherne Beteiligung der Halswirbel ausschließen, indem er die Halswirbelsäule röntgt. Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT) gehören beim Schleudertrauma nicht zur Routine. Für die Diagnose von stärkeren Weichteilverletzungen oder Knochenverletzungen setzen Ärzte diese bildgebenden Verfahren in Einzelfällen jedoch ein.

Wenn die Symptome verzögert auftreten, muss immer umgehend ein Arzt hinzugezogen werden – auch bei folgenden akuten Beschwerden:

Der Arzt untersucht dabei Kopf und Wirbelsäule, um eine Schädel- oder Hirnverletzung sicher nachweisen beziehungsweise ausschließen zu können.

Hat der Arzt den Verdacht, dass durch das Schleudertrauma auch Nerven verletzt wurden, sind zur genauen Diagnose entsprechende neurologische Untersuchungen notwendig.

Der Arzt prüft zum Beispiel die Reflexe des Patienten, unter Umständen sind auch Kraftprüfung und Tests auf Gefühlsstörungen angebracht. Außerdem kann der Arzt ein Elektromyogramm (EMG) erstellen oder die Nervenleitgeschwindigkeit (NLG) messen.


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