Schlaganfall (Apoplex, Hirnschlag, Hirninfarkt, Insult)

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Schlaganfall (Apoplex, Hirnschlag, Hirninfarkt, Insult): Ursachen

(Stand: 30. Oktober 2009)

Die drei typischen Ursachen für einen Schlaganfall (Apoplex, Hirnschlag, Hirninfarkt oder Insult) sind:

  • Hirngefäßverschluss durch Arteriosklerose (sog. Arterienverkalkung) oder einen Thrombus (Blutgerinnsel)
  • Hirngefäßverschluss durch eine Embolie
  • Hirnblutung (hämorrhagischer Infarkt), ca. 20 % der Schlaganfälle

Arteriosklerose

Die Arteriosklerose (Arterienverkalkung) stellt den Hauptgrund für den Verschluss von Blutgefäßen dar. Hierbei bilden sich im Laufe der Zeit an den Innenwänden der Blutgefäße sogenannte Plaques aus Fett- und Zellablagerungen. Je dicker diese Plaques werden, desto enger wird das Gefäß. Personen mit Bluthochdruck (Hypertonie), Diabetes mellitus und/oder hohen Cholesterinwerten sind besonders stark gefährdet, Plaques zu bilden. Ist eine Arterie durch Plaques stark verengt, gelangt weniger sauerstoffreiches Blut in das Gewebe, das von diesem Blutgefäß versorgt wird. Plaques können außerdem leicht einreißen. An einem solchen Riss entsteht dann ein Blutgerinnsel (Thrombus), das das Gefäß sogar komplett verstopfen kann – die Sauerstoffversorgung des Gewebes ist dann ganz unterbrochen (Ischämie) und es resultiert ein Schlaganfall.

Embolie

Eine Embolie ist ein Ereignis, bei dem ein Blutgerinnsel in ein Blutgefäß eingespült wird und das Gefäß verstopft. Ein solches Blutgerinnsel nennt man Embolus – es ist frei beweglich und kann deshalb dem Blutstrom folgen. Es handelt sich dabei meist um einen abgelösten Teil eines größeren Blutgerinnsels (Thrombus), das sich ursprünglich an einer anderen Stelle des Blutkreislaufs gebildet hat. Diese großen und in der Regel unbeweglichen Gerinnsel enstehen haupsächlich an Gefäßwänden oder in Blutgefäßen, in denen das Blut langsam fließt. Das kann zum Beispiel in ausgeweiteten Beinvenen oder in einem Aneurysma (Gefäßaussackung) der Fall sein. Auch im Innern des Herzens können sich größere Blutgerinnsel bilden, wenn die Herzvorhöfe unregelmäßig schlagen (sog. Vorhofflimmern). Auch nach einem Herzinfarkt kann direkt am geschädigten Herzmuskel ein Blutgerinnsel entstehen.

Hirnblutungen

Eine Hirnblutung (hämorrhagischer Infarkt) entsteht, wenn ein Blutgefäß im Gehirn einreißt. Sind die Blutgefäße eines Patienten durch eine Arteriosklerose aufgrund von Bluthochdruck (Hypertonie) oder Diabetes mellitus (“Zuckerkrankheit”) vorgeschädigt, kann ein plötzlicher Blutdruckanstieg zum Einreißen des Blutgefäßes führen. Auch eine krankhafte Ausweitung eines Hirngefäßes (Aneurysma) kann einreißen und eine Hirnblutung hervorrufen. Sind die Blutungen im Bereich des Gehirns sehr stark, sprechen Mediziner von lebensbedrohlichen Hirnmassenblutungen.

Weiterlesen: Schlaganfall (Apoplex, Hirnschlag, Hirninfarkt, Insult): Ursachen – Schlaganfall-Risikofaktoren

Autor: Onmeda Redaktion

Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

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