Schlaganfall (Apoplex, Hirnschlag, Hirninfarkt, Insult)

Schlaganfall (Apoplex, Hirnschlag, Hirninfarkt, Insult)

Rehabilitation

Stand: 20. März 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Nach einem Schlaganfall sollte die Rehabilitation (Reha) beginnen, sobald es der körperliche Zustand des Betroffenen zulässt. Was nach der Erstversorgung im Krankenhaus folgt, hat große Bedeutung für das weitere Leben des Betroffenen. Wichtig ist ein nahtloser Übergang von der Klinik, in welcher der Schlaganfall versorgt wurde, zur neurologischen Rehabilitationsklinik. In vielen Fällen bessert eine im direkten Anschluss eingeleitete Therapie die Symptome deutlich – oft gelingt es, dass sie sich ganz zurückbilden und der Schlaganfall damit keine bleibenden Folgen hat. Besonders bei jüngeren Apoplex-Patienten erzielt die Reha sehr gute Therapieerfolge.

Rund ein Viertel der Betroffenen leiden nach einem Schlaganfall unter körperlichen Folgen und sind in ihren Fähigkeiten eingeschränkt. Sie profitieren besonders von einer früh einsetzenden Rehabilitation und können dadurch häufig zumindest einen Teil ihrer körperlichen Fertigkeiten zurückgewinnen. Die Reha dient außerdem dazu, Komplikationen wie einem erneuten Schlaganfall vorzubeugen.

Es gibt verschiedene Therapiemöglichkeiten. Welche davon im individuellen Fall geeignet sind, hängt von der Art und dem Ausmaß der Symptome ab. Bei Lähmungen stehen Krankengymnastik und Muskeltraining im Vordergrund – Patienten mit Sprachstörungen können mit Unterstützung eines Logopäden das Sprechen wieder erlernen.

Die Rehabilitationsmaßnahmen nach einem Schlaganfall beginnen bereits im Krankenhaus als sogenannte neurologische Frührehabilitation. In der Regel beantragen Ärzte oder Sozialarbeiter dann für den Patienten die Reha, die sich an den Klinikaufenthalt anschließt. Dies geschieht meist bereits während der ersten Tage im Krankenhaus.

Weiterlesen: Schlaganfall (Apoplex, Hirnschlag, Hirninfarkt, Insult): Verlauf

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