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Schlafkrankheit (Trypanosomiasis)

Veröffentlicht von: Silke Wesemann (13. Oktober 2013)

Die afrikanische Schlafkrankheit (Trypanosomiasis) ist eine Infektionskrankheit, die nur im tropischen Afrika vorkommt. Die Erreger, Trypanosomen, werden durch den Stich der Tsetsefliege auf den Menschen übertragen.

Bei der afrikanischen Schlafkrankheit unterscheidet man zwei Varianten, die ost- und die westafrikanische Form. Diese unterscheiden sich nach der Art des Erregers und vor allem in der Dauer des Krankheitsverlaufs.

Beide Krankheitsformen zeigen insgesamt zwei Stadien. Erstes Anzeichen bei einer Trypanosomiasis ist oft eine Entzündung an der Einstichstelle (Trypanosomenschanker), die bei der westafrikanischen Form jedoch seltener zu sehen ist als bei der ostafrikanischen Schlafkrankheit. Weitere Anzeichen im ersten Stadium sind Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Lymphknotenschwellungen sowie eine Beteiligung innerer Organe.

Im zweiten Stadium der Schlafkrankheit durchdringen die Erreger die Blut-Hirn-Schranke. Es treten Symptome einer Hirnhautentzündung (Meningitis) auf sowie die namensgebenden Schlafstörungen. Gestörte Bewegungsabläufe, Reizbarkeit, eine versteifte Muskulatur und Wesensveränderungen sind weitere Hinweise auf die Schlafkrankheit. Im Endstadium sind Betroffene apathisch, es ist ihnen nicht mehr möglich, mit ihrer Umgebung Kontakt aufzunehmen, und sie hören auf zu essen und zu trinken.

Die ostafrikanische, durch Trypanosoma brucei rhodesiense verursachte Schlafkrankheit verläuft wesentlich schneller und kann bereits vor dem Übergang in ein zweites Stadium durch die Beteiligung des Herzens tödlich enden. Die westafrikanische Form wird durch den Erreger Trypanosoma brucei gambiense hervorgerufen – hier stehen Symptome, die das zentrale Nervensystem betreffen, im Vordergrund.

Der Erreger der Schlafkrankheit lässt sich mikroskopisch nachweisen, im ersten Stadium an der Einstichstelle und im Blut, im zweiten Stadium aus befallenen Lymphknoten oder der Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit (Liquor). Medikamente können die Sterblichkeit der Trypanosomiasis auf drei bis zehn Prozent senken, diese gehen jedoch mit vielen Nebenwirkungen einher.

Ohne Therapie endet die Schlafkrankheit immer tödlich, Betroffene sterben an fortschreitendem Gewichtsverlust (Kachexie) oder Sekundärinfektionen. Afrikareisende sollten daher an vorbeugende Maßnahmen wie zum Beispiel lange Kleidung oder Insektenschutzmittel denken.






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