Startseite > Krankheiten > Schlafkrankheit (Trypanosomiasis) > Therapie
Stand: 7. Dezember 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Die Schlafkrankheit (Trypanosomiasis) erfordert aufgrund der hohen Toxizität eine Therapie unter medizinischer Betreuung, die meist stationär erfolgt.
Vor Beginn der Behandlung wird mit einer Liquorpunktion geklärt, ob ein Befall des Nervensystems vorliegt. Ist dies nicht der Fall, so liegt das Primärstadium vor, das mit Suramin oder Pentamidin behandelt wird. Suramin zieht als Nebenwirkung fast immer eine Nierenschädigung nach sich, während bei Pentamidin schnelle Blutdruckabfälle beobachtet werden.
Ist das Nervensystem bereits befallen, sind diese Substanzen jedoch wirkungslos. In diesem Fall erfolgt – im Anschluss an eine Vorbehandlung mit Suramin oder Pentamidin – die Gabe von Melarsoprol. Melarsoprol enthält Arsen in einer organischen Verbindung und ist toxisch. Die behandlungsbedingte Sterblichkeit liegt je nach Erfahrung im Umgang mit der Substanz zwischen zwei und fünf Prozent.
Zur Therapie der westafrikanischen Schlafkrankheit können auch die Wirkstoffe Eflornithin und Nifortimox verwendet werden.
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