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Schizophrenie: Verlauf & Vorbeugen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (07. Dezember 2016)

Bei Schizophrenie ist der Verlauf der Erkrankung von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

Viele Betroffene zeigen bereits Monate bis Jahre vor dem Ausbruch der Schizophrenie erste Anzeichen, die allerdings nicht offenkundig auf eine Schizophrenie hindeuten. Sie ziehen sich beispielsweise in dieser Zeit aus ihrem sozialen Umfeld zurück, wirken distanziert, sind häufig depressiv und nehmen die Realität bereits verzerrt wahr. Dieses Vorstadium der Schizophrenie bezeichnen Psychiater als Prodromalphase. Eine Schizophrenie kann aber auch ohne vorherige Ankündigung auftreten.

Beim akuten Ausbruch der Schizophrenie treten schließlich die typischen Symptome auf, zum Beispiel Wahn, Halluzinationen, Ich-Störungen, Denkstörungen und / oder Beeinträchtigungen der Gefühle und des Antriebs. Bei jedem Betroffenen sind diese Symptome unterschiedlich ausgeprägt und kommen in verschiedenen Kombinationen vor. Diese akute Krankheitsphase der Schizophrenie dauert Wochen bis Monate und klingt danach wieder ab.

Etwa ein Drittel der Betroffenen wird nach einer ersten schizophrenen Episode wieder vollständig gesund.

Eine Schizophrenie verläuft aber auch häufig in Schüben. Die Gefahr liegt darin, dass nach jedem Schub, also nach jedem erneuten Ausbruch der Schizophrenie, bestimmte Symptome dauerhaft bestehen bleiben können (sog. Chronifizierung). Vor allem sogenannte Minussymptome (Negativsymptome) schränken Betroffene dann zunehmend ein. Zu den Negativsymptomen gehören zum Beispiel:

In seltenen Fällen bilden sich auch Symptome wie Wahn oder Halluzination (sog. Positivsymptomatik) nicht mehr vollständig zurück.

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Bei ungefähr jedem dritten Betroffenen tritt die Schizophrenie immer wieder auf – die Symptome verschwinden aber mit einer entsprechenden Behandlung zwischen den einzelnen Schüben fast vollständig. Bei einem weiteren Drittel bleiben dauerhaft bestimmte Symptome bestehen.

Untersuchungen zeigen, dass bestimmte Umstände den Verlauf einer Schizophrenie günstig beeinflussen, zum Beispiel:

  • Bricht eine Schizophrenie akut aus, ohne dass die Betroffenen im Vorfeld Anzeichen dafür zeigten, deutet dies auf eine günstige Prognose hin.
  • Eine früh beginnende Behandlung einer Schizophrenie mit Psychopharmaka beugt in vielen Fällen einem chronischen Verlauf vor.
  • Günstig für den Verlauf sind auch Lebensumstände wie eine feste Partnerschaft und ein gutes soziales Netzwerk.

Vorbeugen

Erbliche Faktoren scheinen bei der Schizophrenie eine große Rolle zu spielen – daher ist es nicht möglich, der Erkrankung wirksam vorzubeugen. Als genetisch vorbelastet gelten zum Beispiel Menschen, deren Eltern an einer Schizophrenie erkrankt sind oder waren.

Soziale und psychische Faktoren wie Stress, Traumata und belastende Ereignisse, aber auch Drogenkonsum begünstigen den Ausbruch der Krankheit. Aus diesem Grund empfiehlt man Menschen mit einer erblichen Vorbelastung für Schizophrenie, Stress weitestgehend zu vermeiden und keine Drogen zu konsumieren.

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