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Schizophrenie

Psychotherapie

Stand: 21. September 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei der sogenannten "unterstützenden (supportiven) Psychotherapie" unterstützen Therapeuten, Ärzte und Pfleger den Betroffenen im Umgang mit der schizophrenen Erkrankung.

Sie informieren ihn über die Erkrankung und klären über die Behandlungsmöglichkeiten auf. Außerdem erarbeitet der Therapeut mit dem Betroffenen die Einflussfaktoren, die seine Krankheit begünstigen. Das Ziel besteht darin, den Betroffenen Hoffnung und Mut zu machen und sie für eine Therapie zu motivieren.

Die Psychotherapie dient auch dazu, aktuelle Probleme und Lebensentscheidungen zu besprechen und Lösungen zu finden, die die Erkrankung berücksichtigen – ohne den Betroffenen dabei zu über- oder unterfordern. Über- und Unterforderungen können einen erneuten schizophrenen Schub auslösen.

In der Schizophrenie-Therapie haben vor allem Methoden der Verhaltenstherapie in den letzten Jahren an Einfluss gewonnen. Sie zielen darauf ab, geistige Fähigkeiten zu verbessern. Außerdem üben Betroffene dabei den Umgang mit anderen Menschen, mit dem Ziel, soziale Ängste abzubauen.

Darüber hinaus hilft die Verhaltenstherapie den Betroffenen, mit Symptomen wie Wahn und Halluzinationen umzugehen. Sie erarbeiten mit dem Therapeuten zum Beispiel Ablenkungsstrategien, die ihnen helfen, ihre Aufmerksamkeit von bedrohlichen Halluzinationen abzulenken.

Die Verhaltenstherapie kann auch bei Personen sinnvoll sein, die noch keine Schizophrenie haben, die einer Therapie bedarf, aber ein erhöhtes Risiko für die Erkrankung haben. Die Verhaltenstherapie manchmal verhindern, dass die Schizophrenie tatsächlich ausbricht.

Soziotherapie

Die sogenannte Soziotherapie im Rahmen der Schizophrenie-Therapie fördert die Fähigkeiten der Betroffenen, die sie im alltäglichen Leben benötigen, zum Beispiel im Umgang mit anderen. Soziotherapeutische Angebote sind zum Beispiel Arbeits- und Beschäftigungstherapie. Außerdem zählen auch Maßnahmen zur Wiedereingliederung (Rehabilitation) in verschiedenen Einrichtungen zum soziotherapeutischen Angebot.

Soziotherapie arbeitet nach dem Prinzip der kleinen Schritte. So steigert beispielsweise der Arbeitstherapeut die Anforderungen an die Betroffenen stufenweise. Dies betrifft sowohl die Arbeitszeiten als auch die Schwierigkeiten der Arbeitsaufgaben.

Die Schizophrenie-Therapie beginnt in der Regel in einer stationären Klinik. Danach kann der Betroffene in eine Tagesklinik wechseln (sog. teilstationäres Angebot). Bei der nächsten Stufe wechselt er in eine Wohngemeinschaft mit therapeutischer Begleitung, in der er selbstständiger leben kann.

Weiterlesen: Schizophrenie: Verlauf

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