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Schizophrenie: Affektive Symptome

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (17. März 2015)

Bei fast allen Menschen mit Schizophrenie treten affektive Symptome auf – die Schizophrenie wirkt sich also auch auf die Gefühlswelt der Betroffenen aus. Besonders die hebephrene Schizophrenie äußert sich durch affektive Symptome.

Im Gespräch wirken von Schizophrenie Betroffene zum Beispiel emotional abwesend oder gefühlsarm (sog. mangelnder affektiver Rapport). Sie können auf Situationen und Dinge unangemessen reagieren, die man ihnen erzählt (sog. Parathymie). Beispielsweise können sie auf eine traurige Geschichte mit Freude reagieren und umgekehrt. Auch ihre Mimik passt häufig nicht zu der Situation (sog. Paramimie). Sie verhalten sich manchmal albern und läppisch heiter (sog. läppischer Affekt).

Weitere Schizophrenie-Symptome sind völlig entgegengesetzte Gefühle, die Schizophrene gleichzeitig erleben können – insbesondere die hebephrene Schizophrenie ruft bei Betroffenen gegensätzliche Emotionen hervor. Sie lieben und hassen zum Beispiel zur selben Zeit oder können etwas wollen und gleichzeitig nicht wollen (sog. psychotische Ambivalenz).

Besonders wenn die akute Phase der Schizophrenie abgeklungen ist, bleibt bei den Betroffenen häufig eine Gefühlsarmut bestehen.

Psychomotorische Störungen

In einigen Fällen zeigen Menschen mit einer Schizophrenie Störungen in ihren Bewegungen (Motorik), die eng mit ihrer Psyche zusammenhängen (psychomotorisch).

Psychomotorische Störungen als Schizophrenie-Symptome können beispielsweise dazu führen, dass Betroffene nicht mehr in der Lage sind, sich zu bewegen, obwohl sie bei vollem Bewusstsein sind. Sie liegen dann wie erstarrt da – sogenannter katatoner Stupor – und wirken verängstigt und innerlich angespannt. Die Körperhaltung erinnert an eine Schaufensterpuppe (sog. Katalepsie). Von außen lassen sich die betroffenen Personen passiv bewegen.

Bei einigen Betroffenen begleitet eine starke motorische Unruhe die Schizophrenie-Symptome. Die Schizophrenen fühlen sich getrieben und neigen dazu, bestimmte Bewegungen immer wieder auszuführen (Bewegungsstereotypen) – sie wippen beispielsweise mit dem Körper hin und her.

Auch die Fähigkeit, mit anderen Menschen zu kooperieren, leidet unter der Schizophrenie. Manche Betroffene führen etwa automatisch genau das Gegenteil von dem aus, was man ihnen sagt (sog. Negativismus); oder sie erledigen Aufgaben so, als ob sie eine Maschine oder ein Automat wären (sog. Befehlsautomatie).



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