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Schizophrenie

Schizophrenie: Definition

Stand: 21. September 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Schizophrenie gehört laut Definition zur Hauptgruppe der psychischen Störungen, bei denen sich das innere Erleben und die Wahrnehmung der Umwelt in charakteristischer Weise verändern. Die Betroffenen zeigen in fast allen Bereichen, die eine Person ausmachen, Auffälligkeiten. So verändern sich Wahrnehmung, Denken, Gefühlsleben, Antrieb und Bewegung (Motorik) der betroffenen Menschen teilweise erheblich.

Eine Schizophrenie tritt häufig in Schüben auf. Die Betroffenen verfallen für eine bestimmte Zeit in eine Psychose. Eine Psychose ist ein Krankheitszustand, bei dem der Betroffene den Bezug zur Realität verliert.

Viele Berichte in den Medien verwechseln die Schizophrenie mit einer multiplen Persönlichkeitsstörung. Bei dieser eigenständigen Erkrankung existieren zwei oder mehr verschiedene Persönlichkeiten innerhalb eines Menschen. Bei der Schizophrenie treten solche Phänomene nicht auf.

Formen

In der Psychiatrie unterscheiden Ärzte verschiedene Formen der Schizophrenie. Je nach Ausprägung der Symptome teilen sie sie in folgende Untertypen ein:

  • Herrschen Wahn und Halluzinationen vor: Paranoid-halluzinatorische Schizophrenie
  • Treten vor allem Symptome auf, die sich auf die Motorik auswirken: Katatone Schizophrenie
  • Ist vor allem das Gefühlsleben der Betroffenen gestört: Hebephrene Schizophrenie
  • Stehen Symptome wie Antriebsmangel, Gefühlsarmut und sozialer Rückzug im Vordergrund: Residuale Schizophrenie
  • Schizophrenia simplex ist eine Form der Schizophrenie, bei der die Betroffenen unter wenigen Symptomen leiden und diese nicht sehr ausgeprägt erleben. Vor allem Wahn und Halluzinationen fehlen bei dieser Form.

Häufigkeit

In Deutschland und den westeuropäischen Ländern leiden zwischen 0,5 bis 1 Prozent der Bevölkerung an Schizophrenie. Die Wahrscheinlichkeit eines Menschen, im Laufe seines Lebens an Schizophrenie zu erkranken, wird auf etwa 1 Prozent geschätzt. Frauen und Männer sind etwa gleich häufig betroffen. Männer erkranken im Durchschnitt drei bis fünf Jahre früher als Frauen.

Die meisten Betroffenen erkranken zwischen der Pubertät und dem 30. bis 35. Lebensjahr an Schizophrenie.

Weiterlesen: Schizophrenie: Ursachen

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