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Schistosomiasis (Bilharziose)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (25. Februar 2014)

Die Schistosomiasis, auch als Bilharziose bezeichnet, ist eine in den Tropen und Subtropen weit verbreitete Wurmerkrankung. Um sich nicht anzustecken, ist vor allem eins wichtig: jeglichen Kontakt mit Süßwasser im Verbreitungsgebiet zu vermeiden.

Wer sich in einem Verbreitungsgebiet der Schistosomiasis aufhält und auf Nummer sicher gehen möchte, sollte demnach auch Aktivitäten wie Schwimmen, Tauchen oder Wasserski in Binnengewässern sein lassen. Der Grund: In diesen Gewässern leben die Larven der für die Bilharziose verantwortlichen Parasiten. Treffen sie auf einen Menschen, dringen sie durch dessen Haut in den Körper ein. Dies ruft schon wenige Stunden später die ersten Bilharziose-Symptome hervor: die sogenannte Zerkariendermatitis mit Juckreiz an der Eintrittsstelle und Hautausschlag; manchmal tritt auch hohes Fieber auf.

Nachdem die Larven in den menschlichen Körper eingedrungen sind, wandern sie über Lymph- und Blutgefäße in die Leberpfortader, wo sie sich zur reifen Form der Schistosomiasis-Erreger entwickeln: zu Pärchenegeln (Schistosomen) aus der Gruppe der Saugwürmer. Die Pärchenegel verbreiten sich im Körper und befallen vor allem Harnblase, Darm, Leber, Lunge und Gehirn. Wenn sie ihre ersten Eier ablegen, kann sich eine akute, fieberhafte Schistosomiasis (sog. Katayama-Fieber) entwickeln. In der Regel geht diese akute Schistosomiasis – ebenso wie die ersten Anzeichen der Infektion – nach wenigen Wochen von selbst zurück. Ohne Bekämpfung der Würmer bildet sich nun eine chronische Bilharziose aus, deren Beschwerden durch die befallenen Organe bedingt sind.

Ein von Schistosomen befallener Mensch scheidet deren Eier mit dem Stuhl oder Urin aus. Entsprechend besteht die Bilharziose-Diagnostik in erster Linie darin, diese Eier im Stuhl oder Urin nachzuweisen. Zur Therapie der Schistosomiasis kommt das Wurmmittel namens Praziquantel zum Einsatz – vorzugsweise jedoch erst drei Monate nach dem Zeitpunkt der Infektion, denn: Praziquantel wirkt gegen die ausgereiften Pärchenegel – in dieser Frühphase sind die Erreger aber noch unreif. Macht die Bilharziose in dieser Zeit eine Behandlung nötig, zielt diese bis zum Ablauf der Frühphase auf die Symptome ab. Angemessen behandelt ist die Prognose der Schistosomiasis gut.






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