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Schistosomiasis (Bilharziose)

Veröffentlicht von: Astrid Clasen (09. Juni 2015)

Die Schistosomiasis, auch als Bilharziose bezeichnet, ist eine in den Tropen und Subtropen weit verbreitete Wurmerkrankung. Um sich nicht anzustecken, ist vor allem eins wichtig: jeglichen Kontakt mit Süßwasser im Verbreitungsgebiet zu vermeiden.

Wer sich in einem Verbreitungsgebiet der Schistosomiasis aufhält und auf Nummer sicher gehen möchte, sollte demnach auch Aktivitäten wie Schwimmen, Tauchen oder Wasserski in Binnengewässern sein lassen. Der Grund: In diesen Gewässern leben die Larven der Parasiten, die für die Bilharziose verantwortlich sind. Treffen diese Wurmlarven (sog. Zerkarien) auf einen Menschen, dringen sie durch dessen Haut in den Körper ein – und rufen schon wenige Stunden später die sogenannte Zerkariendermatitis hervor. Deren Symptome sind:

Nachdem die Larven in den menschlichen Körper eingedrungen sind, wandern sie über Lymph- und Blutgefäße in die Leberpfortader: Dort reifen sie zu sogenannten Pärchenegeln (Schistosomen) heran, die zur Gruppe der Saugwürmer gehören. Die Pärchenegel verbreiten sich im Körper und befallen vor allem Harnblase, Darm, Leber, Lunge und Gehirn. Wenn sie ihre ersten Eier ablegen, kann sich eine akute, fieberhafte Schistosomiasis (sog. Katayama-Fieber) entwickeln. In der Regel geht diese akute Schistosomiasis – ebenso wie die ersten Anzeichen der Infektion – nach wenigen Wochen von selbst zurück. Ohne Bekämpfung der Würmer bildet sich nun eine chronische Bilharziose aus, deren Beschwerden durch die befallenen Organe bedingt sind.

Ein von Schistosomen befallener Mensch scheidet deren Eier mit dem Stuhl oder Urin aus. Bei Verdacht auf eine Bilharziose besteht die Diagnostik darum in erster Linie darin, diese Eier im Stuhl oder Urin nachzuweisen. Zur Behandlung der Schistosomiasis kommt das Wurmmittel Praziquantel zum Einsatz – vorzugsweise jedoch erst drei Monate nach der Infektion, denn: Praziquantel wirkt gegen die ausgereiften Pärchenegel – in der Frühphase der Infektion sind die Erreger aber noch unreif.

Wenn die Schistosomiasis in dieser Frühphase starke Beschwerden verursacht, kann man diese gezielt durch andere Medikamente (z.B. durch Kortikoide) behandeln, bis die Wurmkur beginnen kann. Angemessen behandelt hat die Bilharziose eine gute Prognose.



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